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Siemens fasst Venture-Capital-Aktivitäten zusammen

05.09.2001
Siemens führt sämtliche seiner bislang dezentral angeordneten Venture-Capital-Aktivitäten zusammen. Chef der neuen Einheit Siemens Venture Capital wird Bjoern Christensen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Münchner Elektronikriese Siemens führt sämtliche seiner bislang dezentral angeordneten Venture-Capital-Aktivitäten zum 1. Oktober 2001 in einer Organisation zusammen. Zum Leiter der neuen Einheit mit dem Namen Siemens Venture Capital (SVC) wurde Bjoern Christensen berufen. Er war zuvor President und Chief Executive Officer (CEO) von Mustang Ventures, der Risikokapitalgesellschaft der Siemens-Bereiche Information and Communication Networks (ICN) und Information and Communication Mobile (ICM). Durch die Zusammenfassung der einzelnen Investitionsorgane verspricht sich Siemens die effizientere Nutzung verfügbarer Ressourcen sowie Transparenz für alle Corporate-Venture-Aktivitäten. "Bis jetzt haben wir schon rund 500 Millionen Euro investiert. Auch künftig wird Siemens Venture Capital strategisch wichtige Investitionen in

Startup-Unternehmen tätigen und damit Siemens Zugang zu neuen innovativen Spitzentechnologien verschaffen", erklärt Christensen.

In der SVC werden Mustang Ventures, der Investitionsfonds des Bereichs Medical Solutions und die bisherige SVC-Einheit, die für Direktfinanzierungen und Investitionen in andere Venture-Capital-Fonds zuständig war, zusammengeführt. Die neue SVC hat ihren Hauptsitz in München und verfügt über Niederlassungen in den USA (Santa Clara, Boston) sowie in Israel (Tel Aviv). Siemens hat nach eigenen Angaben bislang in über 70 Startup-Firmen und 25 Venture-Capital-Fonds investiert.