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Siemens-Chef Kleinfeld: "Die Leute wollen mitreden - und das ist auch gut so"

07.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Klaus Kleinfeld, der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, sieht ein stark gewandeltes Rollenverständnis von Mitarbeitern. Auf dem Managing-Change-Kongress der Heinz Goldmann Foundation, die unter dem Motto "Erfolgreiche Strategien und ihre Macher" stand, äußerte sich Kleinfeld unter anderem zu der Beziehung zwischen Management und Mitarbeitern.

Respekt sei, so der Topmanager, wichtiger den je. Außerdem erwarteten die Mitarbeiter mehr Feedback auf ihre Arbeit als früher. Vor allem sei es so, dass Führungskräfte nicht mehr "einfach von oben verordnen können". Kleinfeld weiter: "Die Leute wollen mitreden und mitentscheiden, und das ist auch gut so".

Kleinfeld äußerte sich auch zu den Effekten, die die Globalisierung auf das Geschäft von Siemens hat. Sein Unternehmen werde die Internationalisierung weiter verstärken. "Wenn wir in China, Indien, Russland und Osteuropa unsere Produkte verkaufen wollen, müssen wir dort unsere Strukturen weiter ausbauen". Das könne geschehen, indem Siemens in eine lokale Produktion investiere oder in anderen Ländern Software entwickeln lasse. "Das führt aber nicht zwangsläufig zu Verlagerungen von Arbeitsplätzen aus Deutschland", so Kleinfeld. (jm)