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100 Millionen Mark in den Sand gesetzt?

Siemens cancelt Peoplesoft-Projekt

22.09.1998
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100 Millionen Mark in den Sand gesetzt?

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Peoplesofts europäisches Referenzprojekt beim Siemens-Konzern ist gestorben. Nach fast vier Jahren Laufzeit und Investitionen von rund 100 Millionen Mark ist das Vorhaben nun auf Anweisung des Vorstands eingestellt worden. Für die Softwareschmiede aus dem sonnigen Pleasanton, Kalifornien, könnte das Aus verheerende Folgen für den weiteren Aufbau ihres Geschäfts in Europa haben. Die Implementierung von Peoplesofts Personal-Management-Software "Human Resource Management System" (HRMS) bei Siemens war ins Stocken geraten. Problematisch waren dem Vernehmen nach vor allem die Abbildung der hierzulande gültigen landesspezifischen Gesetze, Tarife, Richtlinien sowie Datenschutzverordnungen. In Deutschland wird die Personalwirtschaft (oder zumindest große Teile davon) künftig mit SAPs R/3-Software erledigt, internationale Niederlassungen haben weiterhin die Wahl zwischen Peoplesoft und der Walldorfer Software. Mehr dazu lesen Sie in der nächsten Ausgabe der COMPUTERWOCHE.