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Siemens bestätigt Pläne zum Stellenabbau bei ICN

27.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Elektronikkonzern Siemens hat die Gerüchte über einen weiteren Abbau von 4000 Stellen in der Netzwerksparte ICN (Computerwoche online berichtete) bestätigt. Eine Unternehmenssprecherin erklärte jedoch, es handle sich bei der genannten Zahl lediglich um eine Plangröße, Beschlüsse gäbe es noch nicht. Außerdem seien in der Kalkulation auch die bereits vor kurzem eingeräumte Streichung von 1300 Positionen am Münchner ICN-Standort enthalten (Computerwoche online berichtete).

Mit der Ankündigung erhöht sich die Zahl der wegfallenden Stellen bei ICN auf 20.500. Derzeit beschäftigt der Konzern in der angeschlagenen Netzwerksparte noch insgesamt 54.000 Mitarbeiter. ICN leidet wie andere Anbieter unter der Flaute im Telekommunikationsmarkt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002 (Ende: 30. Juni) hatte der Bereich einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel auf rund 7,4 Milliarden Euro verzeichnet. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug 366 Millionen Euro. (mb)