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Siemens arbeitet an neuartiger Bildschirmtechnik: OLED

08.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher in den Entwicklungslabors der Münchner Siemens AG haben nach eigenen Angaben erstmals einen 16 Quadratzentimeter großen Bildschirm hergestellt, der mit organischen Leuchtdioden, kurz OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) arbeitet. Bei dieser Technik werden organische Kunststoffe (Polythiopen für Rot, Polyfluoren für Blau und Polyphenylenvinylen für Grün) zusammen mit Elektroden auf ein Glas oder eine Trägerfolie aufgebracht. Sobald Spannung anliegt, geben die Kunststoffe Licht ab.

Das jetzt von Siemens entwickelte OLED-Display ist laut Hersteller so schnell, daß es (im Gegensatz zur eher trägen LCD-Technik) auch schnelle Videosignale verarbeiten kann, ohne nachzuleuchten. Der Münchner Konzern hat auch schon seine Visionen für einen möglichen künftigen Einsatz der Technik. Diese reichen von Tapeten, die nebenbei als Fernsehmonitor dienen, über elektronische selbstaktualisierende Zeitungen bis hin zum interaktiven PC, der zusammengefaltet in der Hosentasche verschwindet. Wir warten gespannt.