LAN-Hersteller präsentiert Ethernet-Bridge für FDDI

Siemens AG vertreibt Produkte der Bicc unter eigenem Logo

06.04.1990

HANNOVER (CW) - Die Siemens AG wird künftig LAN-Produkte des englischen Herstellers Bicc Data Networks vertreiben. Einen entsprechenden Vorvertrag über das OEM-Geschäft haben beide Unternehmen unterzeichnet. Neben dem Siemens-Deal kündigte Bicc neue Produkte an.

Wie Günter Kurz, Geschäftsführer der deutschen Bicc Data Networks GmbH, Martinsried, mitteilte, sieht das Abkommen den Vertrieb von Ethernet- und FDDI-Komponenten unter dem Logo des deutschen Konzerns vor. Bereits seit einem Jahr, so Kurz, vermerktet Siemens unter seinem Namen Transceiver und Repeater von Bicc. Die vorbereitend Vereinbarung gehe nach Abschluß einer rund einjährigen Testphase in einen endgültigen OEM-Vertrag Über.

Überdies, so gab Bicc bekannt, sei eine Kooperation bei der Entwicklung von Netzprodukten geplant. Auf der CeBIT demonstrieren beide Hersteller in einer gemeinsamen Installation einen 1,3 Kilometer langen Glasfaserrnig, der Siemens in Halle 1 mit dem LAN des Bicc-Standes in Halle 23 verbindet.

In Sachen FDDI präsentiert Bicc auf der Messe mit der "Isolan FDDI/802.3-Bridge" die erste Komponente seiner neuen FDDI-Familie. Noch in diesem, Jahr soll, so der Geschäftsführer, eine entsprechende Bridge für den Token-Ring folgen. Beide Produkte werden mit integrierten Netzmanagement-Funktionen ausgeliefert und sind mit dem "Isoview-Management-System" von einer zentralen Konsole aus zu verwalten.

Eine erweiterte Version des Management-Systems stellt Bicc in Hannover vor. Es unterstützt die Verwaltung der Isolan 802.3-Bridge und des Modular Repeaters. Das unter Windows von Microsoft implementierte System wurde konform zum geplanten IEEE 802.1-Management-Standard entwickelt und ist auf ATPCs einsetzbar. Der Anwendungsschwerpunkt liegt auf der zentralen Überwachung und Steuerung der Zugriffsrechte und des Verkabelungssystems heterogener, auf offenen Standards basierender Netze.