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Siebel warnt vor Softwarepleiten

11.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Tom Siebel, Chef des US-amerikanischen Softwarekonzerns Siebel Systems, hat das erste Quartal des Jahres als einen der schlechtesten Abschnitte für die Softwareindustrie überhaupt bezeichnet. Zudem hat nach seiner Einschätzung der Aufschwung noch lange nicht begonnen. Dieser werde frühestens in der zweiten Jahreshälfte eintreten, sagte der CEO gegenüber der US-Presse. Wegen der schwachen Nachfrage rechne er damit, dass in diesem Jahr 100 bis 200 IT-Firmen schließen müssen. Bemerkenswert ist weniger die Prognose, sondern der Wechsel in der Haltung von Siebel selbst: Er galt bislang als bullish. Erst Anfang des Jahres hatte er sich zuversichtlich gezeigt, dass die Branche das Schlimmste hinter sich habe. Am kommenden Mittwoch legt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor. Nach dem Interview verlor der Kurs der Siebel-Aktie mehr als acht Prozent; Investoren befürchten jetzt, dass die

Softwerker ihre Prognosen für das Gesamtjahr herabsetzen werden. (ajf)