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Siebel übertrifft die Erwartungen

27.01.2006
Der CRM-Spezialist überrascht kurz vor der Übernahme durch Oracle mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg im Schlussquartal 2005.

Siebel Systems erzielte in seinem voraussichtlich letzen Dreimonatszeitraum als unabhängiges Unternehmen einen Nettoprofit von 89 Millionen Dollar oder 16 Cent je Aktie - verglichen mit einem Überschuss von 53,8 Millionen Dollar beziehungsweise zehn Cent je Anteil im vierten Quartal 2004. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Gewinn von elf Cent pro Aktie gerechnet. Das Ergebnis wurde von elf Millionen Dollar hohen Kosten gemindert, die im Rahmen der geplanten Akquisition auftraten. Oracel hatte im September 2005 angekündigt, Siebel für rund 5,85 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen (siehe auch: "Mit Siebel kauft mit Oracle Marktanteile"). Nachdem das Management dem Ansinnen bereits zugestimmt hat, sollen die Siebel-Anleger am 31. Januar über das Angebot abstimmen.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Prozent auf 469 Millionen Dollar und entsprach damit den am 12. Januar veröffentlichen Vorabzahlen (siehe auch: "Siebel glänzt vor der Übernahme durch Oracle").

Insgesamt legten die Einnahmen im Gesamtjahr 2005 um sieben Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn schrumpfte dagegen im Vergleich zum Vorjahr von 110,7 auf 69,5 Millionen Dollar. Ohne die 111 Millionen Dollar hohen Sonderaufwendungen wäre das Ergebnis aber deutlich besser ausgefallen. (mb)