IT-Trend-Themen

Sicherheitsthemen dominieren die CIO-Agenda 2017

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Die EU-Datenschutzgrundverordnung wirft ihre Schatten voraus und schiebt viele Sicherheitsthemen auf die ersten Plätze der Agenda 2017. Insgesamt ist Sicherheit in den Augen der CIOs zwar so gut wie in jedem Jahr das wichtigste Thema, seine Bedeutung ist aber im Vergleich zu 2016 noch einmal leicht gestiegen.
  • Die IT-Infrastrukturen stehen wieder oben auf der Agenda, weil sie flexibler werden müssen
  • Predictive Analytics gewinnt an Bedeutung: Big Data und Sensorik machen's möglich
  • Wearables sind der Flop des Jahres, hier mahlen die Mühlen langsamer als erwartet
IT-Themen: Die Tops und Flops 2017.
IT-Themen: Die Tops und Flops 2017.
Foto: Capgemini

IT-Sicherheit ist aus Sicht der CIOs in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) auch 2017 das wichtigste Thema. Das zeigt die aktuelleTrendstudie von Capgemini, die für das laufende Jahr soeben erschienen ist. Den Beratern zufolge wirft die EU-Datenschutzgrundverordnung ihre Schatten voraus, was viele Sicherheitsthemen auf die ersten Plätze der Agenda 2017 geschoben habe.

Hat die Bedeutung der IT-Security 2017 noch einmal leicht zugenommen, so gilt das auch für die weiteren Topthemen Daten, Interaktionen und Infrastruktur. Vor allem Letzteres hält Capgemini für bemerkenswert, war in den Jahren zuvor doch die IT-Infrastruktur als immer weniger relevant gesehen worden. Jetzt aber stellt die Digitalisierung veränderte Anforderungen an Flexibilität und Agilität. Sie eröffnet neue Dimensionen der Automatisierung, wodurch die Infrastruktur wieder zu einem Thema wird.

Unternehmen benötigen Kapazitäten, die sich schnell an- und abschalten lassen, entweder in den eigenen Rechenzentren und der Private Cloud oder bei einem Provider. Nur dann können sie agil entwickeln, testen und implementieren. Infrastruktur soll möglichst als automatisierter Self-Service zur Verfügung stehen, der die Sicherheits- und Datenschutzanforderungen im Unternehmen automatisch erfüllt. Oft erfüllen alte Strukturen diese Kriterien nicht, weshalbviele CIOs jetzt nach zukunftsfähigen Lösungen suchen.

Wie in jedem Jahr haben die Teilnehmer auch die Technologien bewertet. Hier gab es kaum Veränderungen.. Interessant sind aber die Veränderungen, was die Einschätzung und den Nutzungsgrad im Vergleich zu 2016 angeht. Vier der fünf ersten Plätze belegen Sicherheitsthemen, während sich drei der fünf unbedeutendsten Themen um Interaktion drehen.

Die Bedeutung von Technologiebereichen.
Die Bedeutung von Technologiebereichen.
Foto: Capgemini

Platz 1 der wichtigsten Technikthemen: Cloud-Security

Angesichts der stark gestiegenen Cloud-Nutzung ist die Bedeutung von Cloud-Sicherheit deutlich gestiegen. Auf der Skala von 1 (sehr wichtig) bis 5 (völlig unwichtig) kletterte der Wert von knapp 2,6 im Vorjahr auf jetzt rund 2,2. Hier wirkt ein EuGH-Urteil nach, das die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten von EU-Bürgern in den USA verbot und damit viele Unternehmen veranlasste, den Speicherort ihrer Daten und ihre Sicherheitskonzepte zu überdenken.

Weiterbilden für die Digitalisierung! - Foto: agsandrew/shutterstock.com

Weiterbilden für die Digitalisierung!

Darüber hinaus wurde die neue EU-Datenschutzgrundverordnung verabschiedet, in deren Rahmen einige Sicherheitsstandards angehoben werden. Sie müssen bis Mai 2018 umgesetzt sein. In Bezug auf die eigene Cloud sollten Unternehmen prüfen, ob ihre Sicherheitsmaßnahmen der neuen Verordnung entsprechen. In jedem Fall werden sie eine Datenschutz-Folgenabschätzung erstellen müssen. Diese sowie die sich daran eventuell anschließende Konsultation der zuständigen Aufsichtsbehörde werden den administrativen Aufwand erhöhen. Unternehmen werden zudem das angemessene Schutzniveau nachweisen und dokumentieren müssen. Außerdem gilt es zu testen, wie personenbezogene Daten bei Verlust schnell wiederhergestellt werden können.

Inhalt dieses Artikels

 

Norbert Goedde

Das Thema IT Sicherheit war schon immer von Relevanz.
Seit über 30 Jahren betrachte ich den IT Bereich und arbeite darin als "Urgestein der IT".

Es gibt sehr viele IT Systeme. Viele von ihnen werden durch die Marketingmaßnahmen der Anbieter entschieden.
Selten werden dabei Profis zu Rat gezogen, die in den Details das Thema beurteilen können.

Zum Thema IT Sicherheit in Unternehmen wäre es sehr ratsam schon in der Basisstruktur für Sicherheit zu sorgen.

Sowohl in der internen Kommunikation als auch in der externen Kommunikation.

Hier muss ich unbedingt eine Lanze für ein strategisch absolut hochwertiges IT System brechen.

Dabei handelt es sich um das schon lange auf dem Markt existierende, leider immer wieder tot gesagte Lotus Notes und seinen Weiterentwicklungen, die selten fachgerecht beurteilt und behandelt worden sind. Unsere Kunden feiern immer wieder die Schnelligkeit und Sicherheit in den Projektumsetzungen.(Heinz Nixdorf hat mir früher immer wieder zitiert: "tot gesagte leben länger!")

Mir ist kein System auf dem Weltmarkt bekannt, das Lotus Notes an Sicherheit überlegen ist. Alle Strukturen des Systems basieren auf Verschlüsselungen.
Fortsetzung folgt über den folgenden Link:
http://www.norbertgoedde.de/se...

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