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Sicherheitsloch in Alcatels DSL-Modems

11.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher am San Diego Supercomputer Center haben ein potenzielles Sicherheitsloch in aktuellen DSL-Modems (Digital Subscriber Line) des französischen Herstellers Alcatel entdeckt, auf das inzwischen auch das Computer Emergency Response Team (Cert) an der Carnegie Mellon University aufmerksam geworden ist. Bei zwei Geräten - dem ADSL-Modem "Speed Touch Home" sowie dem "Alcatel 1000 Network Termination Device" - könnten Hacker ferngesteuert neue Firmware aufspielen und damit entweder Schadfunktionen einbauen oder die Geräte unbrauchbar machen, warnen die Experten. "Es geht uns nicht darum, Alcatel zu schädigen", erklärte Tom Perrine, einer der beteiligten Wissenschaftler. "Aber wir sehen hier genügend Schwächen, um die Leute zu warnen." Ein Sprecher des Herstellers erklärte, man untersuche gemeinsam, ob und in welchem Ausmaß ein Problem existiere und wie man dieses

gegebenenfalls ausräumen könne.