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Deutsche skeptischer

Sicherheitsbedenken bremsen Einzug von Social Media in Unternehmen

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Die Sicherheitsbedenken gegen Social Media in deutschen Unternehmen sind wesentlich stärker ausgeprägt als im weltweiten Durchschnitt. Das fand eine aktuelle Studie der IT-Beratung Avanade heraus.

Alle deutschen Interviewten äußerten demnach starke Vorbehalte gegenüber Social Media aufgrund von Sicherheitsbedenken. Weltweit waren insgesamt 76 Prozent der Studienteilnehmer dieser Meinung. Gleichzeitig liegt in Deutschland die Angst vor unerprobten Technologien höher als irgendwo sonst: So sehen 80 Prozent der deutschen Top-Führungskräfte darin ein weiteres Bedrohungspotential, weltweit teilen nur 58 Prozent diese Bedenken.

Potenzial von Social Media bereits erkannt

Trotz der skeptischen Grundhaltung, so die Studie weiter, sehen deutsche Firmen im internationalen Vergleich auch weitaus klarer die Vorteile, die Social Media bietet. Während weltweit 60 Prozent der Studienteilnehmer glauben, die Unternehmensführung verkenne das große Potenzial sozialer Medien für Angestellte und Kunden, sind in Deutschland lediglich 41 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Ein weiteres interessantes Erkenntnis: 82 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland (75 Prozent weltweit) sind der Meinung, dass soziale Medien unbemerkt an jeden Arbeitsplatz kommen, schlicht weg weil viele Angestellte sie privat und dienstlich nutzen - unabhängig davon, ob das Unternehmen den Einsatz von CRM-Lösungen plant oder nicht.

Die Umfrage wurde vom britischen Marktforschungsunternehmen Coleman Parkes Research im Auftrag des IT-Beratungsexperten Avanade durchgeführt. Daran waren 541 internationale Führungskräfte, darunter 22 aus Deutschland, beteiligt