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Sicherheit outsourcen? - Lieber nicht!

09.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zumindest in Großbritannien schrecken größere Unternehmen davor zurück, ihre Sicherheitsinfrastruktur auszulagen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Serviceanbieters Unisys Corp. mit Sitz in Blue Bell, Pennsylvania. Demnach betreiben 80 Prozent der insgesamt 300 befragten IT-Security-Manager in öffentlichen und privaten Betrieben ihre Sicherheitsmaßnahmen inhouse. Nur ein knappes Drittel ist bereit, zumindest Teile seiner Security-Systeme an Dritte auszulagern; die Mehrheit verschwendet keinen Gedanken daran.

Als Haupthindernis für ein Security-Outsourcing hat Unisys die Angst vor dem Verlust von Kontrolle ausgemacht. 88 Prozent der Befragten äußerten diese Befürchtung. Nicht ganz so viele, genauer gesagt: 79 Prozent, lehnen die Auslagerung von Sicherheitsfunktionen ab, weil sie sie für risikoreich halten. Auf der anderen Seite räumten 34 Prozent ein, dass mangelndes Sicherheits-Know-how im Unternehmen die eigenen Security-Initiativen behindern könne.

Immerhin haben 72 Prozent der Organisationen einen dedizierten Security-Manager im Haus, so ein weiteres Ergebnis der Unisys-Studie. Auslöser für Sicherheitsinitiativen sind in erster Linie die Bedrohung durch Viren (63 Prozent der Antworten) sowie durch unautorisierten Systemzugriff (53 Prozent). Etwa die Hälfte der Befragten (49 Prozent), dazu dürften vor allem die Banken und Versicherungen zählen, will Stärke im Sicherheitsbereich zeigen, um Kundenvertrauen aufzubauen.

Die Ergebnisse dieser Befragung decken sich teilweise mit denen einer Untersuchung, die das Marktforschungsunternehmen IDC im vergangenen November vorgenommen hat. Von ebenfalls 300 Topmanagern in multinationalen Konzernen lassen dieser Studie zufolge nur 32 Prozent ihre Sicherheitsfunktionen außerhalb des Unternehmens betreiben. (qua)