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Sicherheit - eine weibliche Eigenschaft?

06.03.2007
Frauen sind im Umgang mit dem Internet umsichtiger als Männer. Das ergab eine Umfrage von Symantec zu den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Nutzung des World Wide Web.

Das Gros der Online-Nutzerinnen ist bei ihren Aktionen im weltweiten Netz offenbar vorsichtiger als männliche Web-Besucher. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine von Symantec initiierte Untersuchung zum Thema "Internet-Nutzung von Männern und Frauen". Befragt wurden insgesamt 600 Web-Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Laut Umfrage wird Sicherheit bei der E-Mail-Kommunikation, beim Online-Shopping und bei Bankgeschäften via Web bei Männern und Frauen gleichermaßen groß geschrieben. So kann es nur rund ein Zehntel der Umfrageteilnehmer nicht lassen, jede interessant erscheinende Seite zu öffnen. Die überwiegende Mehrheit gab jedoch an, Sites, die nicht ganz geheuer sind, zu ignorieren.

Dennoch verhalten sich Männer und Frauen im Netz keineswegs gleich. So nutzen Letztere das Internet beispielsweise seltener als Informationsquelle im Vorfeld eines Einkaufs. Zudem ist Frauen offenbar die Seriosität einer Seite wichtiger als verlockende Angebote dubioser Herkunft: Während immerhin knapp ein Fünftel der Männer im Internet nach Software stöbert, ohne dabei auf die Quelle zu achten, tun dies nur sieben Prozent der Frauen. Auch laden Web-Besucherinnen seltener Filme, Musik oder Software herunter - nahezu die Hälfte der Frauen verzichtet sogar komplett auf Downloads.

Den Symantec-Recherchen zufolge legen Frauen auch beim Einkaufen im Internet mehr Zurückhaltung an den Tag: Nur ein Drittel der Umfrageteilnehmerinnen gibt Kreditkartendaten in Online-Shops preis, mehr als die Hälfte der Männer haben damit kein Problem. Allerdings achtet lediglich ein Drittel derjenigen Frauen, die im Web per Kreditkarte einkaufen, auf verschlüsselte Datenübertragung. Hier punkten die Männer, von denen jeder zweite dabei auf gesicherte Seiten Wert legt.

Als mögliche Erklärung für diese Nachlässigkeit auf Seiten der Shopperinnen führt Symantec die bei Frauen üblicherweise höhere Hemmschwelle bei vermeintlich komplizierten, technischen Vorgängen an. Gestützt werde die These durch die Tatsache, dass lediglich 30 Prozent der weiblichen PC-Nutzerinnen ihre Programme regelmäßig aktualisierten. Bei den Männern seien es doppelt so viele. (kf)