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SIA: Weltweiter Chipmarkt war im Februar wieder rückläufig

01.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltweite Chipumsatz ist im Februar gegenüber dem Vormonat wieder gesunken. Nach Angaben des Branchenverbands Semiconductor Industry Association (SIA) gingen die Einnahmen um 3,3 Prozent von 12,2 Milliarden auf 11,8 Milliarden Dollar zurück. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat (zehn Milliarden Dollar) bedeutet dies aber immer noch einen Anstieg um 18 Prozent. Dabei konnte das Marktsegment in Europa (17 Prozent), Japan (35 Prozent) und dem asiatisch-pazifischen Raum (26 Prozent) zulegen, während die Erlöse in den USA um 4,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar sanken. Als Grund für den Rückgang in Amerika sieht die SIA die kontinuierliche Auslagerung der Produktion von elektronischen Komponenten nach Asien und insbesondere China.

Die seit über 15 Monaten stattfindende Erholung der Halbleiterbranche sei im Februar zum Stillstand gekommen, kommentierte SIA-Präsident George Scalise das Ergebnis. Dabei habe insbesondere in Bereichen wie PCs oder mobile Systeme, die im vergangenen Jahr für das Wachstum gesorgt hatten, die Nachfrage nachgelassen. Als Grund dafür nannte Scalise neben dem traditionell schwachen ersten Quartal die geopolitische Unsicherheit. Der Branchenverband hofft jedoch auf eine steigende Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte, die letztendlich zu einem zweistelligen Wachstum im Gesamtjahr führen soll. (mb)