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SHS rutscht in die roten Zahlen

19.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SHS Informationssysteme AG verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr einen kräftigen Ergebniseinbruch: Nach vorläufigen Zahlen weist das Münchner Beratungsunternehmen nach einem Nettogewinn von 1,9 Millionen im Vorjahr nun einen Verlust von 3,6 Millionen Euro aus. Als Gründe für das schwache Abschneiden gab das Unternehmen höhere Abschreibungen auf den Firmenwert der im Juli 2000 übernommenen spanischen Polar-Gruppe sowie eine "signifikante Konjunkturabschwächung im Telekommunikationsmarkt" an. Letztere habe zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung der Kunden und damit zu einer Verschiebung von Aufträgen geführt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bezifferten die auf TK-Unternehmen und Finanzdienstleister spezialisierten Berater mit minus 300 000 Euro. Im Vorjahr hatte SHS einen Ebitda-Gewinn in Höhe von 4,6 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Gesamtleistung (Umsatz plus aktivierte Eigenleistungen) belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 32,3 Millionen Euro, verglichen mit 29,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Dabei verzeichnete SHS nach eigenen Angaben ein organisches Umsatzwachstum von zehn Prozent. Aufgrund der bereits Mitte 2001 eingeleiteten Restrukturierung und neuen Produkten ist das Unternehmen zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses zu erreichen. Den vollständigen Konzernabschluss will SHS am 27. März bekannt geben. (mb)