SuMa-eV

Shop-Betreiberin mit Google-Herabstufung erpresst

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der Verband alternativer Suchmaschinenbetreiber SuMa-eV berichtet von einem Fall, bei dem der Betreiberin eines Online-Shops von Erpressern mit einer Herabstufung bei Google bedroht wurde.
"5000 Euro oder bald findet Dich bei Google keiner mehr" - das ist ausgesprochen unfein.
"5000 Euro oder bald findet Dich bei Google keiner mehr" - das ist ausgesprochen unfein.

Cyber-Kriminalität habe viele Facetten, schreibt der SuMa-eV, die folgende scheine eine ganz neue zu sein: Am Dienstag, den 6.12. gegen zehn Uhr vormittags erhielt die Inhaberin eines Online-Shops (Mitglied im SuMa-eV) einen anonymen Anruf.

Auf ihren Shop würden massenhaft "bad links" gesetzt werden - O-Ton "von Adressen die Google nicht gefallen" -, um dadurch ihren Shop im Ranking auf eine schlechte Positionen zu verschieben beziehungsweise ganz aus dem Google Index zu verbannen, falls sie nicht 5000 Euro zahle.

Die Kriminalpolizei in Erlangen habe den Fall unter der Ermittlungsnummer BY5760-006921-11/5 übernommen, heißt es weiter. Die Inhaberin des Shops habe bereits beobachtet, dass ihr Shop um einige Positionen nach hinten verschoben sei.

In einer Stellungnahme von Google zu diesem Fall werde auf den hauseigenen Blog verwiesen, in dem zu dem Thema folgende Zeilen zu lesen sind: "Daher steht in unseren Richtlinien nicht mehr, dass es für Mitbewerber unmöglich ist, anderen Mitbewerbern zu schaden. Stattdessen haben wir hinzugefügt, dass wir intensiv daran arbeiten, durch Mitbewerber verursachte Schäden zu vermeiden."