Japan

Sharp erwägt weitere Kapitalerhöhung

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der japanische Bildschirmhersteller Sharp plant offenbar die Ausgabe neuer Aktien - dem Kurs der in Umlauf befindlichen bekam das gar nicht gut.

Das "Wall Street Journal" berichtet, seinerseits unter Berufung auf das japanische Wirtschaftsblatt "Asahi Shimbun", Sharp erwäge die Ausgabe neuer Anteile im Wert von bis zu 200 Milliarden Yen (umgerechnet 2 Milliarden Dollar). Sharp hatte am Wochenende in einer kurzen Erklärung verlauten lassen, es prüfe verschiedene Wege, um seine Kapitallage zu verbessern, wollte dazu aber nicht weiter ins Detail gehen.

Foto: Bremmer

Die Aktie von Sharp fiel im montäglichen Handel jedenfalls gleich mal zum bis zu zehn Prozent auf 269 Yen, den niedrigsten Intraday-Wert seit fünf Monaten, und kostete das Unternehmen eine halbe Milliarde Dollar Market Cap. Offenbar fürchteten viele Investoren, ein weiteres Equity-Angebot - Sharp hatte schon vor nicht einmal einem Jahr neue Aktien für 1,4 Milliarden Dollar emittiert - könne den Wert ihrer Anteile weiter verwässern.

Sharp hat nach zwei Jahren mit heftigen Verlusten von mehr als 9 Milliarden Dollar für das Ende März abgeschlossene Fiskaljahr wieder einen kleinen Gewinn in Aussicht gestellt. Sharps Equity Ratio betrug zu Ende Dezember 2013 allerdings nur 13 Prozent und war damit deutlich geringer als beim Hauptrivalen Japan Display (42 Prozent).