Nicht nur Cloud

Sharepoint On-Premises ist nicht tot

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft hat offenbar gerade nicht zuletzt auf Kundenseite ein Wahrnehmungsproblem bezüglich Sharepoint.

Und zwar hat sich seit einiger Zeit der Eindruck manifestiert, Sharepoint werde künftig primär in der Cloud weiterentwickelt und das nächste On-Premises-Release könnte bereit das letzte sein, das Kunden noch im eigenen Data Center installieren und betreiben können. Zu dieser Wahrnehmung hatte Microsoft nicht zuletzt mit seiner eigenen Kommunikation auf der Sharepoint Conference früher in diesem Jahr entscheidend beigetragen.

Microsoft-Manager Jeff Teper auf der SPC14
Microsoft-Manager Jeff Teper auf der SPC14
Foto: Wolfgang Miedl

Mittlerweile bemüht sich der Konzern insbesondere in personam Jeff Teper, Corporate Vice President of Office Service and Servers, um eine Korrektur dieses Eindrucks, wie der Branchen- und Sharepoint-Kenner Bjørn Furuknap in seinem Blog berichtet. Der zitiert Teper wie folgt mit einem Statement in der nicht öffentlich zugänglichen SPYam-Community:

"Ich weiß nicht wie ich das noch klarer sagen soll. Wir planen weitere Server-Releases. Für das nächste haben wir uns auf einen Zeitplan festgelegt. Wir haben nie kommuniziert oder erwogen, dass es das letzte ist. Wir überholen uns aber auch nicht selbst und reden über Pläne für n + 2, die wir noch gar nicht gemacht haben - das haben wir in der Geschichte des Produkts noch nie getan."

Und Teper bittet laut Furuknap darum, jeden zu korrigieren, der das Gegenteil behauptet. Zur SPC 14 hatte Teper jedenfalls noch geschrieben: "I want to be very clear — we know we can deliver more value to you via the cloud" - man darf in jedem Fall weiter gespannt sein, wo es auf längere Sicht für den Hersteller Microsoft und seine Sharepoint-Kunden hingeht.