Schritt-für-Schritt-Anleitung

SharePoint 2013 - Daten sichern und wiederherstellen

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
SharePoint 2013 bietet im Vergleich zu den Vorgängern mehr Möglichkeiten in Sachen Datensicherung. Der folgende Beitrag zeigt, wie Sie schnell und einfach SharePoint 2013 sichern und wiederherstellen können.

Prinzipiell haben Sie bei SharePoint Server 2013 die gleichen Möglichkeiten zum Sichern von Daten, Websites, Dokumenten und Einstellungen wie in SharePoint Server 2010. Neu hinzugekommen ist die Sicherung per PowerShell. Das ist vor allem in Zusammenarbeit mit Windows Server 2012 und SQL Server 2012 sehr effizient.

Auch eine Sicherung von SharePoint 2013 über Microsoft System Center Data Protection Manager 2012 ist möglich. In diesem Fall benötigen Sie aber das SP1 für DPM 2012. Nachfolgend liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Datensicherung per PowerShell.

Natürlich können Sie in SharePoint 2013 auch weiterhin die Zentraladministration zum Sichern und Wiederherstellen der Daten nutzen. Dazu finden Sie nach dem Start der Zentraladministration den Bereich Sichern und Wiederherstellen.

Der folgende Beitrag zeigt, wie Sie schnell und einfach SharePoint 2013 sichern und wiederherstellen können.
Der folgende Beitrag zeigt, wie Sie schnell und einfach SharePoint 2013 sichern und wiederherstellen können.
Foto: watcharakun, Shutterstock.com

PowerShell und Aufgabenplanung zur Sicherung nutzen

Wenn Sie ein PowerShell-Skript oder einzelne Befehle in der PowerShell zum Sichern von SharePoint-Farmen verwenden, können Sie diese auch in die Aufgabenplanung von Windows integrieren. Sie haben sogar die Möglichkeit, die Ausführung an Ereignisse in die Ereignisanzeige einzubinden. Die Skripte können Sie selbstverständlich auch manuell oder zeitgesteuert starten lassen.

Auf diese Weise lassen sich die gesicherten Daten zusätzlich mit einer herkömmlichen Sicherung speichern. Die Daten können ebenso in eine Netzfreigabe gesichert werden. Der wichtigste Befehl zur Sicherung von SharePoint Server 2012 ist das CMDlet Backup-SPFarm. Ein Beispiel dazu:

Backup-SPFarm -BackupMethod Full -Directory \\<Servername>\>Freigabe>

Wenn Sie SQL-Server und SharePoint auf dem gleichen Server installiert haben oder mit der eigenständigen Installation arbeiten, können Sie die Sicherung auch in einem lokalen Verzeichnis ablegen. Das Verzeichnis muss vorhanden sein. SharePoint legt aber automatisch Unterverzeichnisse an.

Neben vollständigen sind auch differenzielle Sicherungen möglich. Dazu verwenden Sie zum Beispiel:

Backup-SPFarm -BackupMethod Differential -Directory \<Servername>\<Freigabe>

Bei der ersten Sicherung der Farm müssen Sie die Option Full verwenden. Auf dieser vollständigen Sicherung können Sie dann differenzielle Sicherungen aufbauen, wobei Erstere den Letzteren vorausgeht. Die differenziellen Sicherungen lassen sich, wie eingangs, erwähnt, ebenso in der Zentraladministration ausführen.

Das Benutzerkonto, mit dem Sie die Aufgabe in Windows starten lassen, benötigt in der Domäne ganz normale Benutzerrechte und natürlich Lese- und Schreibrechte auf der Freigabe im Netzwerk, in der Sie die Farm mit der PowerShell sichern wollen.

Auf den SharePoint-Servern muss das Konto in die lokale Administratorgruppe und in die Gruppe der Farm-Administratoren integriert sein. Neben den Administratorrechten für die SharePoint-Farm muss das Konto das Recht haben, die SharePoint-Verwaltungsshell zu nutzen, sowie Zugriff auf die einzelnen Inhaltsdatenbanken erhalten. Dazu verwenden Sie den folgenden Befehl in der SharePoint-Verwaltungs-Shell:

Get-SPDatabase | Add-SPShellAdmin -UserName <Domäne>\<Backup-Benutzer>

Sie können sich für alle Datenbanken auch die Administratoren anzeigen lassen. Dazu verwenden Sie den Befehl

Get-SPDatabase | Get-SPShellAdmin.

Wenn Sie den freigegebenen Ordner nicht auf dem SQL-Server erstellen, müssen Sie sicherstellen, dass der Benutzername des Dienstkontos für SQL Server (MSSQLSERVER) über Vollzugriff auf den freigegebenen Ordner verfügt.