Shared Services bedienen "Focal Points"

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Wie Thiel Logistik das Business und die Informationstechnik verbindet.
Das Business bestimmt die IT-Unterstützung - auch in den Hochregallagern der Thiel Logistik AG. Fotos: Thiel Logistik
Das Business bestimmt die IT-Unterstützung - auch in den Hochregallagern der Thiel Logistik AG. Fotos: Thiel Logistik

Eine Krise ist auch eine Chance. Dirk Weihe hat sie genutzt. Im Herbst 2003 übernahm der ehemalige EDS-Manager die CIO-Position beim Luxemburger Dienstleistungsunternehmen Thiel Logistik, das damals als Sanierungsfall galt. "Diese Situation ermöglichte es uns, sehr schnell neue Dinge umzusetzen und uns von alten Strukturen zu trennen", berichtet er. Damit schuf das Unternehmen die Grundlagen dafür, dass Geschäft und IT wesentlich enger miteinander verflochten sind, als das in anderen Konzernen der Fall ist. "Wenn diese Struktur funktioniert, ist IT-Governance für uns kein Thema mehr", bestätigt Weihe.

Quasi als erste Amtshandlung löste der CIO die zentrale Organisationsabteilung auf. In der Vergangenheit war diese Abteilung in der Management-Holding verankert, was Akzeptanzprobleme in den operativen Tochtergesellschaften mit sich brachte: "Die Organisationsabteilung war einfach nicht nah genug am Business", bestätigt Weihe. Genau das sollte sich ändern - und zwar so schnell wie möglich.

Mit dieser Änderung einher ging ein Wandel der ehemaligen IT-Abteilung zum Shared-Service-Center (SSC). Der Betrieb der Informationstechnik ist nach wie vor zentral organisiert. Er konzentriert sich vor allem in dem Hauptrechenzentrum am Luxemburger Stammsitz; daneben existiert ein RZ in Salzburg, das besonders die Tochtergesellschaft Quehenberger bedient und kürzlich seinen Dienst als Backup-Rechenzentrum für das SSC aufnahm.

So klein wie möglich