Adobe-Chef

Shantanu Narayen sieht Streit mit Apple als erledigt an

03.06.2011
Der kalifornische Software-Konzern Adobe sieht sich nicht mehr auf Kollisionskurs mit Apple.
Adobe-CEO Shantanu Narayen auf der D9 im Gespräch mit "WSJ"-Kolumnist Walt Mossberg
Adobe-CEO Shantanu Narayen auf der D9 im Gespräch mit "WSJ"-Kolumnist Walt Mossberg
Foto: Asa Mathat, All Things Digital

Der Konflikt um den Verzicht der Flash-Technik von Adobe auf den iOS-Geräten von Apple werde lediglich immer wieder von der Presse hochgespielt, sagte Adobe-Chef Shantanu Narayen am Donnerstag auf der Technologiekonferenz "D9 - All Things D" in der Nähe von Los Angeles.

Narayen verwies auf die "Digital Publishing Suite" von Adobe, mit der inzwischen über 500 Zeitschriften auf das iPad von Apple gebracht worden seien. Außerdem könnten mit Hilfe der Runtime-Umgebung "AIR" Anwendungen für das iPhone oder iPad geschrieben werden, die dann über den iTunes App Store von Apple verbreitet werden.

Die Adobe-Technik Flash wird auf zahllosen Webseiten für Animationen, Online-Programme und Videos verwendet. Apple sperrt Flash auf seinen mobilen Geräten wie iPhone und iPad jedoch aus. Zur Begründung erklärte Apple-Chef Steve Jobs, dass Flash zu viele Schwächen habe und mit dem kommenden Web-Standard HTML5 verzichtbar werde.

Narayen betonte, beim Verzicht von Apple auf Flash spielten technische Aspekte quasi keine Rolle. Im Zentrum stehe vielmehr die Kontrolle über das eigene Geschäftsmodell. "Wenn man mit Flash programmiert, können die Anwendungen auch auf anderen Plattformen laufen." Bis Ende 2011 werde Flash auf 130 Millionen Smartphones laufen, sagte Narayen. Flash und HMTL5 seien auch keine konkurrierenden Technologien. "Wir tragen selbst aktiv zur Entwicklung von HTML5 bei."

Hinweis: Shantanu Narayen hat unlängst auch der "COMPUTERWOCHE" ein Exklusiv-Interview gegeben, das sie hier in voller Länge nachlesen können. (dpa/tc)