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SGI will im September den Gläubigerschutz verlassen

06.07.2006
Silicon Graphics hat einen ergänzten Restrukturierungsplan eingereicht und hofft nun, im September den Gläubigerschutz gemäßt Paragraph elf US-Konkursrecht hinter sich lassen zu können.

Nach eine Reihe von Quartalsverlusten hatte der HPC-Hersteller (High-Performance Computing) früher in diesem Jahr zwölf Prozent seiner Belegschaft entlassen und anschließend im Mai den Gläubigerschutz beantragt, um wieder profitabel zu werden. Sein Restrukturierungsplan muss noch genehmigt werden; eine Anhörung dazu ist für den 27. Juli anberaumt.

SGI hat vor, als börsennotiertes Unternehmen mit neuer Kreditlinie und von 345 Millionen auf 70 Millionen Dollar reduzierten Verbindlichkeiten zu reüssieren. Grundlage des Vorhabens ist eine weltweite Einigung mit den Schuldnern der Firma. Bestandsaktionäre sollen keinerlei Entschädigung erhalten.

SGI hatte in der Vergangenheit insbesondere darunter gelitten, das HPC-Systeme zunehmend aus billigen PC-Servern zusammengeclustert wurden. Es hat nun selbst einen x86-Server auf Basis von Intels neuem Woodcrest-"Xeon 5100" angekündigt, der ab August erhältlich sein wird. (tc)