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SGI: Irix auf Mips, Linux auf Intel

28.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf leistungsfähige Unix-Systeme und Supercomputer spezialisierte SGI hat ihre Pläne verworfen, das hauseigene Unix-Derivat "Irix" auf die gemeinsam von Intel und Hewlett-Packard (HP) entwickelte Prozessorarchitektur "IA-64" zu portieren. Nach Berichten des Brancheninformationsdienstes "Computerwire" plant SGI eine zweigleisige Strategie. Zum einen wird Irix weiter für die hauseigene "Mips"-Architektur entwickelt. Die RISC-Prozessoren sollen nämlich weit länger leben als ursprünglich angenommen - der "R 18 000" ist für das Jahr 2005 vorgesehen -, somit besteht für Anwender vorerst kein Grund für einen Plattformwechsel.

Für die kommende Generation von "Origin"-Servern mit cc:Numa-Architektur (Cache-coherent Non-uniform Memory Access), die sowohl mit Mips- als auch mit Intel-CPUs arbeiten können, soll bei Intel-Konfigurationen statt Irix Linux zum Einsatz kommen. Derzeit arbeitet SGI daran, dem Open-Source-Unix auch die offiziellen "Posix"-Weihen angedeihen zu lassen - eine unabdingbare Voraussetzung dafür, daß auch die US-Regierung respektive deren Einkäufer Unix-Systeme anschaffen.