Neuausrichtung

Seven Principles verliert zwei Manager

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Das Beratungshaus Seven Principles (7P) treibt die Neuausrichtung voran. Zwei Manager aus dem Vorstand einer Tochterfirma sind gegangen.

Ende September haben Klaus Mahle und Jens Perpeet das Unternehmen verlassen. Beide waren im Vorstand der 7P Solutions & Consulting AG, einer Tochtergesellschaft der Seven Principles AG in Köln. Für sie rücken nun Jens Harig und Ulrich Trinkaus in das Leitungsgremium auf. Beide bilden zusammen mit Kai Höhmann zudem das Führungstrio der Gesamtgruppe mit insgesamt sieben Tochterfirmen. Vorstandsvorsitzender ist Jens Harig.

Über die Gründe der Demission ist nichts bekannt, die beiden Vorstände haben 7P mit unbekanntem Ziel verlassen. Die Demission stehe in keinem Zusammenhang mit einer schon seit längerem betriebenen Neuausrichtung, betonte Harig gegenüber der COMPUTERWOCHE. "Unser Ziel ist eine Unternehmensberatung mit IT-Fokus, die Kunden als strategischer Partner in Zukunfts- und Innovationsprojekten begleitet ", beschreibt er die Ausrichtung der Gruppe. Angesichts der Konsolidierung im IT-Servicemarkt und der Konzentration der Anwender auf wenige strategische Partner müsse man sich als qualitätsbewusster, innovativer und flexibler Anbieter positionieren. Nur so könne man dem enormen Preiswettbewerb mit Offshore-Dienstleistern entgehen. "Die Tochtergesellschaft 7P Solutions & Consulting AG war bislang nach Standorten organisiert, wir richten sie nun, wie die anderen 7P-Gesellschaften zuvor, stärker thematisch aus", schildert Harig die Pläne. Unabhängig davon scheiden zum Jahresende 2011 zwei Vorstände der 7P Solutions & Consulting AG aus.

Insgesamt konzentriert sich die Gruppe insbesondere auf TK- und Mobility-Themen, über zwei Drittel der Jahreseinnahmen entstammen dieser Branche. Zuletzt hat 7P als Sublieferant von Vodafone einen Großauftrag der Deutschen Bahn im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gewonnen. Dem Beratungshaus obliegt künftig das Management von rund 10.000 mobilen Endgeräten, die der Logistik-Konzern derzeit einführt, zudem übernehmen die 7P-Berater die technische Umsetzung des Projekts. Basis des Vorhabens ist das "Mobile Device Management" von 7P, das Endgeräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen unter einer einheitlichen Plattform verwaltet.

Das Geschäft bei 7P läuft offenbar gut. Im ersten Halbjahr 2011 erreichten die Einnahmen mit 48,4 Millionen Euro einen Höchstwert, sie legten gegenüber Vorjahr um 31,4 Prozent zu. Der Konzernjahresüberschuss verdoppelte sich auf 1,6 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr 2011 hat das Unternehmen bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im vergangenen August nach oben korrigiert. Man erwartet nun einen um 20 Prozent auf 95 Millionen Euro gestiegenen Umsatz.