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Seti@home: Mit neuer Technik auf den Spuren von E. T.

17.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer am Seti@home-Projekt der Berkley University teilnimmt, kann sich nach Einschätzung des Chef-Astronomen Seth Shostak spätestens im Jahr 2027 auf die Entdeckung außerirdischer Lebensformen freuen. Denn eine neue Anlage von 350 vernetzten Satellitenschüsseln soll die Suche nach Außerirdischen um den Faktor 100 beschleunigen. Die Anlage hat Microsoft-Mitbegründer Paul Allen gestiftet. Die Schüsseln haben jeweils einen Durchmesser von rund sieben Metern und ist so leistungsfähig wie ein Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von rund 110 Metern, sagte Shostak.

Bislang haben die Wissenschaftler des 1984 gegründeten Projekts Signale von 500 Sternen ausgewertet. Auf fremde Arten sind sie noch nicht gestoßen. Nicht E. T., eher AT&T habe man gefunden, kommentierte Shostak die bisherigen Ergebnisse, denn die bislang aufgefangenen Frequenzen sind menschlichen Ursprungs. Mit der neuen Anlage, die ungefähr 450 Kilometer nordöstlich von San Franzisko liegt, werde sich das aber ändern. Sie fange rund um die Uhr Signale von einer Million Himmelskörpern auf. (lex)