ROI nach drei Monaten

Server-Modernisierung zahlt sich aus

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Anzeige  Der Austausch veralteter Server ist zunächst mit hohen Kosten verbunden. Doch allein der Stromverbrauch der betagten Hardware übersteigt oft die Investition in eine Neuanschaffung. Experton-Analysten haben berechnet, dass sich ein Server-Upgrade spätestens nach einem Jahr amortisiert.
Der Austausch von alter Server-Hardware kann sich laut Experton schnell amortisieren.
Der Austausch von alter Server-Hardware kann sich laut Experton schnell amortisieren.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und Sparzwängen scheuen viele Unternehmen den Austausch veralteter Hardware. Doch das kann kontraproduktiv sein. Schon innerhalb eines Jahres werden die Kosten für ein komplettes Upgrade auf die neueste x86-Server-Technologie wieder hereingeholt. Unter bestimmten Umständen ist der Return on Investment (ROI) bereits nach drei Monaten erreicht.

Zu dieser Einschätzung gelangt die Experton Group. Möglich ist die schnelle Kostenamortisierung laut einer Forschungsnotiz der Analysten, weil die Server der neuesten Generation deutlich weniger Strom verbrauchen als die älteren Vorgängermodelle. "Dank der technologischen Fortschritte, die in den vergangenen drei Jahren gemacht wurden, sind alleine die Stromkosten für die Versorgung drei Jahre alter und älterer Server so hoch wie die Investitionen in Ersatzausrüstung", sagt Hal Kreitzman, Advisor bei der Experton Group.

Stromkosten übersteigen Neuanschaffung

Betreibt man weiter alte Hardware, sind die Stromkosten oft sogar höher als die Kosten für die Anschaffung neuer Rechner. Da moderne Server-Prozessoren im Vergleich zu älteren Chips eine deutlich höhere Leistung bei gleicher Energieaufnahme bieten, kann der Erwerb neuer Server heute kostengünstiger sein als die Aufwendungen für die Energieversorgung alter Hardware.

Dem Experton-Papier zufolge kann ein Intel-Xeon-Prozessor der neuesten Generation nahezu das Sechsfache an Rechenoperationen pro Watt ausführen wie ein drei Jahre alter Chip. Somit bewältigen 24 Server rein rechnerisch die gleichen Workloads, für die in einer älteren Konfiguration 140 Rechner erforderlich waren. Daraus ergibt sich eine Energieeinsparung von 87 Prozent. Hinzu kommt, dass jedes Watt, das beim Betrieb der Rechner eingespart wird, entsprechend weniger Kosten für die Kühlung der Systeme bedeutet.

Im allgemeinen gilt: Je größer die Anzahl der Server und je älter sie sind, desto schneller wird der ROI erreicht. Im Extremfall - bei vielen und sehr alten Systemen - kann dies schon nach drei Monaten der Fall sein. Im allgemeinen rechnet sich ein Server-Upgrade aber längstens innerhalb von zwölf Monaten.