Ratgeber Data Center

Server-Kosten in den Griff bekommen

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
Mehr Server-Leistung im Data Center bei insgesamt niedrigeren Kosten - das wünschen sich IT-Manager. Die Zauberworte heißen Standardisierung, Konsolidierung und Virtualisierung.

"Irgendwann führt kein Weg daran vorbei, die eigene Server-Landschaft zu modernisieren", sagt Armin Bergbauer, CIO beim Münchener Broadline-Distributor Ingram Micro Deutschland. "Das hat auch mit auslaufenden Wartungsverpflichtungen der Hersteller zu tun. Nach sechs oder sieben Jahren ist meist endgültig Schluss."

Auf Rechenzentren (RZ) entfallen laut Marktforscher Gartner rund 21 Prozent aller IT-Ausgaben. Die größten Einsparpotenziale versprechen dabei die physikalische Konsolidierung oder gar Virtualisierung der Server-Landschaft. Solche Vorhaben sind laut der Anwenderstudie "IT-Kompass 2010" von COMPUTERWOCHE und IDC für die meisten deutschen CIOs immer noch Topthemen im Hardwarebereich. In Sachen Software rücken dagegen Migrationen auf Windows 7 und neue Business-Applikationen (ERP, CRM, BI) in den Vordergrund.

Bevor an Konsolidierung oder Virtualisierung gedacht werden kann, sollten die Unternehmen Gartner zufolge erstmal eine Bestandsaufnahme vornehmen, sprich alle Hard- und Softwaresysteme lückenlos erfassen. In einem konsequent eingeführten und durchgesetzten Software-Portfolio-Management sieht Bergbauer zunächst die größten Potenziale, wenn es darum geht, dem in vielen Jahren entstandenen Wildwuchs von Anwendungen auf Basis unterschiedlicher Betriebssysteme und Plattformen beizukommen. Das Stichwort heißt Standardisierung.