Server-Betriebssysteme auf dem Prüfstand

Ludger Schmitz ist freiberuflicher IT-Journalist in Kelheim. Er ist spezialisiert auf Open Source und neue Open-Initiativen.
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Midrange-Server waren einst eine Domäne von IBMs OS/400 und diversen Unix-Derivaten. Inzwischen drängt Microsoft in den lukrativen Markt, und mit Linux ist eine weitere Alternative aufgetaucht. Die Butler Group hat die technischen Fähigkeiten der Betriebssysteme untersucht und ihre Zukunftsperspektiven beurteilt.

In der Theorie steht bei IT-Investitionen zunächst die angestrebte Anwendung im Vordergrund; davon leitet sich die Entscheidung für das Betriebssystem und die Hardware ab. Demzufolge müsste es bei den Anwendern ein gewaltiges Durcheinander von Systemen geben, was in der Praxis aber nicht zu beobachten ist. Daraus lässt sich schließen, dass die Entscheidung für ein Betriebssystem strategischen Überlegungen folgt. Heterogene IT-Umgebungen sind im Alltagsbetrieb zu teuer.

Verbreitung am Markt

Flucht aus der Herstellerabhängigkeit

„Die Kosten jedes Computersystems lassen sich mit dem Profil eines Eisbergs vergleichen. Ein Großteil ist versteckt“, stellt die Untersuchung „Server Operating Systems - Winners and Losers in the Open/Proprietary OS Market“ der Butler Group fest. Von vornherein sichtbar sind nur die Anschaffungs- beziehungsweise Lizenzkosten. Eine nicht klar zu kalkulierende Größe sind die Preise für Installation, Anwendungsentwicklung und -integration, Wartung sowie Support. Vollends unbekannt sind die Kosten aufgrund von Stillstand der Systeme, Software-Upgrade-Zyklen, notwendigen Hardwareerweiterungen und der Abhängigkeit von einem IT-Anbieter.