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Serie: Das zukunftsfähige Unternehmen - Big Data als Wettbewerbsvorteil nutzen

Stefan Schasche ist seit 15 Jahren im IT-Bereich als Redakteur, Projektleiter und Autor tätig und kennt sich mit aktueller Hardware ebenso aus wie mit Betriebssystemen oder digitalen Werbeformen. Als Blattmacher war er für verschiedene Zeitschriften aus dem IT-Bereich redaktionell verantwortlich und betreute in diesem Umfeld Autoren auf allen Kontinenten.
Ganz egal ob Großunternehmen oder kleines Unternehmen: Die gespeicherten und quasi rund um die Uhr neu generierten Daten haben allergrößte Bedeutung. Richtig strukturiert und ausgewertet sind sie die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen und ermöglichen durch eine relevante Analyse Einblicke, die in den Zeiten vor der Digitalisierung unmöglich gewesen wären.

Die Datenmengen wachsen ständig, und das in einer enormen und stetig zunehmenden Geschwindigkeit. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto schwieriger wird es, diese zu bewältigen - sie zu strukturieren, zu analysieren und sie für eigene Zwecke einzusetzen. Wer all diese Herausforderungen bewältigt, ist allein schon deshalb für die Zukunft gerüstet, weil er sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschafft. Denn die lässt oft große Möglichkeiten ungenutzt.

Big Data kann für denjenigen ein Fluch sein, der mit den Datenmengen nicht umzugehen vermag oder sie erst gar nicht in seine unternehmerischen Entscheidungen einbezieht. Wer jedoch in der Lage ist, das Potenzial von Big Data zu nutzen und dieses mit seiner langfristigen Unternehmensstrategie zu verzahnen, wird in größtem Maße profitieren. Neben der Optimierung der Zielvorgaben ermöglicht die Big Data-Analyse schnellere Reaktionen und versetzt ein Unternehmen in die Lage, völlig neue Geschäftsfelder zu erschließen. Außerdem hat Big Data das Potenzial, bei der Problemlösung innerhalb des Unternehmens entscheidend mitzuwirken. Zudem werden damit Möglichkeiten geschaffen, Kosten einzusparen und dem Kunden das Produkt oder den Service wie von ihm gewünscht in kürzester Zeit anzubieten.

Die im Rahmen von Big Data gespeicherten Daten werden bis 2020 laut einer Dell-Analyse 35 Zettabyte umfassen.
Die im Rahmen von Big Data gespeicherten Daten werden bis 2020 laut einer Dell-Analyse 35 Zettabyte umfassen.
Foto: Dell

Eine perfekte Zusammenarbeit als Basis

Daten laufen auf zahllosen, vollkommen unterschiedlichen Wegen zusammen. Dabei kann es sich sowohl um gut strukturierte Bestellungs- oder Adressdaten, als auch um weniger strukturierte Daten aus Messungen, Umfragen oder beliebigen Social Media-Kanälen handeln. Die große Herausforderung für jedes zukunftsfähige Unternehmen besteht nun darin, alle zur Verfügung stehen Daten gleichermaßen zu erfassen, zu analysieren und zu verknüpfen, dass sie den optimal möglichen Beitrag zur Zielerreichung leisten. Dabei ist eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsleitung, ihre Big Data-Strategie sowohl mit der IT als auch mit der Business-Seite des Unternehmens abzustimmen.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Aufgabe der IT ist es, die Daten möglichst kosteneffektiv zu sammeln, aufzubereiten, zu strukturieren und sie den Business-Abteilungen schnell, sicher und zuverlässig für deren relevante Analysen zu Verfügung zu stellen. Hier kommt es auf die enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen allen Abteilungen an, auf klare Zielformulierungen und den Willen aller Beteiligten, diese immensen Aufgaben bestmöglich zu bewältigen. Sollte das nötige Know-how IT-seitig innerhalb des Unternehmens nicht vorhanden sein, hilft ein externer Dienstleister weiter.

Die Business-Bereiche schließlich müssen befähigt werden, die Daten ihren Anforderungen entsprechend zu analysieren und daraus die nötigen Schlüsse zu ziehen. Anders als in der Vergangenheit ist die Datenanalyse aufgrund der stetig wachsenden Datenmengen jedoch immer weniger ein statischer Prozess, sondern ein dynamischer. Sie muss dher pausenlos erfolgen und sich idealerweise stets auf dem aktuellen Stand befinden. Auch diese Herausforderung muss von der IT und den diversen Geschäftsbereichen gleichermaßen bewältigt werden. Unterm Strich hat ein zukunftsfähiges Unternehmen die Möglichkeit, durch ständige Datenanalysen gravierende Wettbewerbsvorteile zu erringen. Wer hier Chancen ungenutzt lässt, wird zurück fallen und auf Dauer kaum überlebensfähig sein.

Mehr und bessere Daten bringen Wettbewerbsvorteile

Je mehr Daten zur Verfügung stehen und je hochwertiger die Daten sind, desto genauer werden die Analysen, desto besser und exakter die Zielvorgaben und umso höher die Effektivität eines modernen Unternehmens. Auf der anderen Seite stellen größere Datenmengen einen erheblichen Kostenfaktor dar. Denn durch die rasante Zunahme der gesammelten Daten, sind stetig wachsende Investitionen in Speichermedien notwendig. Umfangreiche Analysen sind zudem sehr rechenintensiv und bremsen dadurch die IT aus. Das wird umso problematischer, wenn die IT-Infrastruktur bereits in die Jahre gekommen ist. Hinzu kommt, dass die Daten in sehr vielen Unternehmen in sogenannten Datensilos gespeichert werden. Hier lagern die Daten nicht zentral aufbereitet und für alle Abteilungen gleichermaßen zugänglich, sondern verteilt in voneinander abgeschotteten Silos. Analysen über alle im Unternehmen gespeicherten Daten hinweg sind bei dieser Methode unmöglich. Denn die IT ist mit solchen Strukturen überhaupt nicht in der Lage, angefragte Daten in der nötigen Geschwindigkeit zur Verfügung zu stellen.

Zukunftsfähige Unternehmen müssen das Silo-Problem daher durch eine Umstrukturierung der Daten beseitigen. Um sich für die Zukunft zu rüsten muss also ein Weg gefunden werden, die wachsenden Datenmengen optimal nutzen zu können und gleichzeitig die Kosten im Blick zu behalten. Eine sehr kosteneffektive Lösung ist beispielsweise Cloud Computing. Hierbei lässt sich schnell und flexibel Rechenpower und Speicherplatz zur Verfügung stellen. Größere Investitionen oder regelmäßiger Austausch von Hard- und Software entfallen zudem.

Dell bietet im Rahmen seines Cloudera Apache Hadoop-Programms umfangreiche, preiswerte und unkomplizierte Lösungen an, um Big Data im eigenen Unternehmen zu implementieren. Der Vorteil hierbei: Die vorhandene Infrastruktur lässt sich weiterhin sinnvoll nutzen.

Eine leistungsfähige Infrastruktur zur Nutzung von Big Data lässt sich mit Hilfe der Hadoop-Lösungen von Dell problemlos und kostengünstig aufbauen.
Eine leistungsfähige Infrastruktur zur Nutzung von Big Data lässt sich mit Hilfe der Hadoop-Lösungen von Dell problemlos und kostengünstig aufbauen.
Foto: Dell

Besonders wichtig ist es, qualitativ hochwertige und aktuelle Daten zur Verfügung zu stellen. Auch hier gilt, dass vom Top-Management ausgehend alle Unternehmensbereiche gefordert sind. Probleme, die durch schlechte Daten entstehen, sind mit allen Mitteln zu lösen. Das ist ein schwieriger und fortwährender Prozess, der aber von großer Bedeutung ist. Aber nur so lassen sich die Chancen von Big Data wirklich optimal nutzen.

Big Data als Schlüssel für ein besseres Verhältnis zum Kunden

Die Welt wächst zusammen und damit auch die Möglichkeit aller Kunden, aus einer quasi unendlich großen Palette von Produkten und Dienstleitungen zu wählen. Gleichzeitig wird es damit jedoch für ein Unternehmen immer schwieriger, sich von der weltweiten Konkurrenz abzuheben. Die Vergleichbarkeit ist enorm, und gleiches gilt für die Austauschbarkeit. Kleinste Fehler oder Schwächen werden durch schlechte Kritiken bestraft und sind sofort weltweit für jeden abruf- und lesbar. Es ist sicherlich keine Frage, dass der Wettbewerb niemals zuvor so hart war wie heute - und in der Zukunft dürfte sich dieser Wettbewerb immer weiter verschärfen.

Big Data kann und wird eine immer größere Rolle in diesem Wettbewerb spielen. Doch die modernen Kommunikationstechniken wie das Internet und seine soziale Plattformen bieten nicht nur Gefahren durch schlechte Kritiken, sondern eröffnen auch bisher nie dagewesene Möglichkeiten. Beispielsweise lässt sich damit mehr über die Ansichten, Bedürfnisse und Wünsche der Kunden erfahren als je zuvor. Zukunftsfähige Unternehmen sind in der Lage, diese Informationen für ihren Vorteil zu nutzen. Sie generieren aus dem vermeintlichen Problem einen echten Wettbewerbsvorteil, indem Kundenwünsche großflächig ausgewertet und in der Unternehmensstrategie berücksichtigt werden. Unternehmen, die sich beispielsweise bei Servicequalität oder Sicherheit Schwächen erlauben, werden vom Markt rigoros abgestraft. Big Data bietet die Möglichkeit, diese Gesichtspunkte im eigenen Unternehmen oder bei der Konkurrenz frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. So werden Schwächen zu Stärken, Nachteile zu immensen Vorteilen.

Gleiches gilt für den verantwortungsvollen Umgang mit allen gesammelten Daten. Wie zahlreiche Beispiele aus der jüngeren und länger zurückliegenden Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt haben, kann ein Sicherheitsleck die Existenz eines ansonsten gut geführten Unternehmens bedrohen. Und so wird der Datenschutz nicht nur zu einem wichtigen, sondern zu einem überlebenswichtigen Aspekt für alle Unternehmen, die sich mit Big Data beschäftigen. Verlorenes Vertrauen wieder herzustellen ist zumindest schwierig, in vielen Fällen sogar unmöglich. Wer in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben will, muss nicht nur konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten, sondern bei seinen Kunden gleichzeitig Vertrauen schaffen. Dieses Vertrauen darf nicht missbraucht werden. Vielmehr sollte es dazu dienen, Kundenbeziehungen aufzubauen, die nachhaltig sind und sich im Idealfall positiv von der Konkurrenz abheben. Für ein zukunftsfähiges Unternehmen ist es daher besonders wichtig, die Chancen von Big Data verantwortungsvoll zu nutzen und die Unternehmenskultur entsprechend dieser Leitlinien auszurichten. Big Data ist kein IT-Problem und auch keine Aufgabe, die prinzipiell von der IT für das Unternehmen umgesetzt und realisiert wird. Big Data stellt vielmehr ein Teil des Unternehmens dar, der alle Segmente von der Geschäftsführung bis in die verschiedensten Abteilungen gleichermaßen betrifft.

Fazit

Das Sammeln riesiger Datenmengen bringt also nicht nur große Chancen mit sich. Auch Pflichten sowie Verantwortung sind damit verbunden. Neben der technischen Auswertung und Nutzung großer Datenmengen ist aber auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den gesammelten Daten wichtig. Deren Sicherheit muss daher als ein wichtiger Eckpfeiler in Strategie und Selbstverständnis des Unternehmens verankern sein und als Teil der Unternehmenskultur verstanden werden.

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