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Semiramis-Kauf: Was wird aus der Partnerschft zwischen SoftM und Bison?

05.12.2006
SoftM hatte mit Semiramis ein Konkurrenzprodukt zu dem gemeinsam mit Bison entwickelten "Greenax" erworben. Der Partnerschaft tut dies jedoch keinen Abbruch, so der SoftM-Kooperationspartner.

"Grundsätzlich haben wir ein enges Partnerverhältnis mit SoftM und waren auch über die Absichten in Sachen Semiramis informiert", so Iris Fehlmann, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Bison Schweiz AG, gegenüber der COMPUTERWOCHE.

SoftM hatte in einem Bieterverfahren gestern den Zuschlag für das zahlungsunfähige Softwarehaus Semiramis erhalten (siehe auch SoftM kauft insolventen ERP-Anbieter Semiramis). Das Münchner Softwarehaus hatte im Februar mit "Greenax" eine Business-Software auf Java-Basis vorgestellt, die gemeinsam mit Bison entwickelt wurde (siehe auch Systems: SoftM tunt Greenax auf den Handel).

Fehlmann begrüßt den Kauf des insolventen Softwarehauses durch SoftM: "Es sind vielfältige Ergänzungen möglich. Technisch könnten Semiramis-Module in Greenax eingebunden werden." Beispielsweise verfüge Semiramis über ein PPS-Modul (Produktionsplanung und -steuerung), das dem rein auf den Handel ausgerichteten Greenax fehlt. Fehlmann spricht jedoch lediglich von Synergien, nicht von einer Fusion beider Systeme. "Dass Semiramis und Greenax zusammenwachsen, möchte ich so noch nicht sagen, da wir die Semiramis-Lösung zu wenig kennen." Ein Ende der Partnerschaft zwischen Bison und SoftM stehe mit Sicherheit nicht bevor. "SoftM und Bison haben Greenax erfolgreich am Markt platziert und auch erste Referenzen."

Diskussionsbedarf gebe es jedoch noch beim Vertrieb, da SoftM nun insgesamt drei ERP-Produkte vermarktet: SoftM Suite, Greenax und Semiramis. (fn)