Lichtwellenleiter-Installation an der Universität Bonn:

SEL-Verkabelung integriert Token Ring

16.10.1987

STUTTGART (pi) - An der Universität Bonn wurde eine LWL-Übertragungsstrecke (Lichtwellenleiter) für Token-Ring-LANs in Betrieb genommen. Nach Angaben der Standard Electric Lorenz AG handelt es sich dabei um die erste Installation dieser Art in Deutschland überhaupt.

Die LWL-Übertragungsstrecke verbindet zwei Institutsgebäude der Universität Bonn und gestattet damit den jeweiligen Benutzern die Kommunikation über ein gemeinsames Token-Ring-LAN.

SEL übergab die zirka 500 Meter lange Strecke termingerecht und zwei Wochen nach der Auftragserteilung am 17. Juli an die Bonner Universität. Zur Zeit sind in den beiden Institutsgebäuden 24 beziehungsweise fünf Teilnehmer angeschlossen. In weiteren Ausbauphasen lassen sich bis zu 260 Teilnehmer - und bei Verwendung von Bridges - sogar ein Vielfaches davon ankoppeln.

Durch den Einsatz von Lichtwellenleitern wird die maximale Reichweite zwischen zwei Ringleitungsverteilern, die bei Verwendung von Kupferkabel ohne Repeater 200 Meter beträgt, auf vier Kilometer verlängert. Mit der Realisierung der LWL-Strecke an der Hochschule in Bonn erfuhr das SEL-Verkabelungskonzept eine Erweiterung um die Möglichkeit der Einbeziehung von Token-Ring-LANs.