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Seebeyond bringt Enterprise Service Bus

10.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seebeyond hat "eInsight Enterprise Service Bus 5.0" angekündigt. Dabei handelt es sich laut Hersteller um eine kostengünstige und schnell zu implementierende Edition von "eInsight Business Process Manager 5.0" unter Verwendung der Standards BPEL4WS und UDDI zur Koordinierung von Web-Services. Enterprise Service Bus dient zum Einsatz von "Composite Applications", die auf einer serviceorientierten Architektur basieren. Der Preis liegt bei 10.000 Dollar pro Prozessor, unterstützt werden die Betriebssysteme Windows, Solaris, AIX, HP-UX, HP Tru64 und Linux.

Unter der Bezeichnung "Enterprise-Service-Bus" (ESB) bewerben immer mehr Hersteller von Infrastruktursoftware ein Middleware-Konzept, das den Aufbau serviceorientierter Architekturen (SOA) erlauben soll. Hinter den derzeit beworbenen ESB-Produkten steckt im Wesentlichen eine Messaging-Lösung, die Systeme lose und flexibel über diverse Messaging- und Transportprotokolle sowie Standardschnittstellen verbindet. Unterstützt werden dabei Standards wie Java Message Service (JMS), die Java Connector Architecture, JDBC, Soap, Active X/COM sowie C oder C++. Hinzu kommen Dienste zur Steuerung asynchroner Prozesse wie Content-basierendes Routing, Mechanismen wie "Store and forward", "Publish and subscribe" sowie das Transformieren von XML-Nachrichten mit Hilfe von XSLT-Prozessoren. Das Herzstück stellt ein Repository dar, das einheitliche Metadaten für Routing und Sicherheitsrichtlinien verwaltet und über das im laufenden Betrieb die Administration des ESB erfolgt.

Als Mitbewerber für ESB nannte Seebeyond-CTO (Chief Technology Officer) Ross Altman Sonic Software, Cape Clear und Polarlake. Auch IBM hat einen ESB unter der Bezeichnung "Services Integration Bus" für Mitte 2004 angekündigt. (lex)