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SEC weist US-Carrier Qwest Bilanzbetrug nach

22.10.2004

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat dem US-amerikanischen Netzbetreiber Qwest Bilanzbetrug in den Jahren 1999 bis 2002 nachgewiesen. Der Carrier trieb laut SEC in diesem Zeitraum seine Umsätze im Sprachverkehr durch Scheinbuchungen künstlich in die Höhe, um die Erwartungen der Wall Street zu übertreffen. Außerdem soll das Unternehmen Urlaubzeiten seiner Beschäftigten absichtlich falsch berechnet haben. Weil die Beweisführung der Aufsichtsbehörde wohl unumstößlich war, stimmte Qwest nun vor Gericht einer Strafzahlung in Höhe von 250 Millionen Dollar zu. Gegen den früheren CEO des Netzbetreibers, Joseph Nacchio, soll außerdem ein Zivilverfahren eingeleitet werden. Der SEC zufolge war aber nicht nur Nacchio, sondern das gesamte damalige Qwest-Management in den Betrug verwickelt. (pg)