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SEC droht IBM mit Anklage

09.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sowohl die IBM als auch ein einzelner Angestellter des Konzerns haben eine so genannte Wells Notice von der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) erhalten. Darin droht die Behörde mit einer möglichen Klage gegen Big Blue. Hintergrund ist der Verkauf gebrauchter POS-Hardware im Wert von elf Millionen Dollar an die Fortune-500-Handelskette Dollar General im vierten Quartal 2000. IBM soll - auf welche Weise ist unklar - dazu beigetragen haben, dass Dollar General seinerzeit seine Bilanzen manipulieren konnte.

Gegen Dollar General ermittelt die SEC separat seit Anfang 2002, als das Unternehmen seine Ergebnisse für mehr als zwei Geschäftsjahre revidieren musste. Das Unternehmen zahlte deswegen im gleichen Jahr bereits 162 Millionen Dollar zur Beilegung von Aktionärsklagen. (tc)