ERP-Masken auf Smartphones

SebaKMT steuert Kanban mit Android-App

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Zur Kommissionierung und Fertigungssteuerung nach dem Kanban-Prinzip können die Mitarbeiter des Kabelherstellers Seba KMT seit Mai dieses Jahres ein Smartphone oder Tablet nutzen.
Mit dem Sebalog Corr lassen sich Lecks in Wasserleitungen orten.
Mit dem Sebalog Corr lassen sich Lecks in Wasserleitungen orten.
Foto: SebaKMT

Der Spezialist für messtechnische Geräte mit Sitz im Kreis Bamberg nutzt seit Mai dieses Jahres den "Smartphone-Server" der DV-Beratung Baumgart & Partner aus Köln. Das Add-on zur ERP-Software Comarch (vormals Semiramis) dient quasi als Dispatcher, über den sich bestimmte Funktionen des Anwendungspakets, beispielsweise die Produktionsrückmeldungen, die Erfassung von Seriennummern und die Kommissionierung, mit dem Handy oder dem Tablet erledigen lassen.

Wie Mathias Weckbrodt, IT-Manager bei Seba KMT, erläutert, haben Baumtgart & Partner Smartphone-freundliche Masken entworfen, die über das ERP-System gelegt wurden und den Anwendern den Zugriff auf die geschäftskritischen Applikationen ermöglichen. Auf diese Weise lasse sich auch die Produktionssteuerung nach dem Kanban-Prinzip verfolgen: Statt der üblichen Karten werden Statusmeldungen über das Smartphone weitergereicht.

Dass der Smartphone-Server zunächst nur unter Android verfügbar war, habe SebaKMT nicht gestört, beteuert der IT-Manager. "Aus Sicherheitsgründen" sei das Unternehmen ohnehin nicht auf der Apple-Schiene gefahren; zuvor habe es vor allem Blackberries als mobile Devices genutzt.