70 Prozent weniger Gewinn

Seagate verpasst die Erwartungen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Seagate Technology hat in seinem vierten Fiskalquartal aufgrund von Einmalbelastungen durch Restrukturierung und Zukäufe 70 Prozent weniger verdient als in der vergleichbaren Vorjahreszeit.

Der Aktienkurs des Festplattenherstellers aus Scotts Valley, Kalifornien, fiel gestern nach Bekanntgabe der Quartalszahlen nachbörslich um zehn Prozent auf 15,53 Dollar. Seagate verfehlte die eigene Prognose, auch der Ausblick für das laufende erste Quartal lag unter den Erwartungen der Wall Street.

Das Ergebnis für das vierte Quartal enthält Abschreibungen für Restrukturierung und andere Sondereffekte in Höhe von 16 Cent pro Aktie. Weitere 23 Millionen Dollar Abschreibungen für Übernahmen nicht eingerechnet ergibt sich ein Pro-forma-Gewinn von 37 Cent je Anteilschein. Auf dieser Basis hatten die von Thomson Reuters befragten Analysten allerdings 42 Cent pro Aktie erwartet. Der Nach Umsatz weltgrößte Hersteller Seagate hatte im Q4 43 Millionen Festplatten ausgeliefert, das waren 9,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Für das erste Quartal erwartet Seagate aktuell 22 bis 26 Cent je Anteilschein Gewinn. Die Analysten waren im Schnitt von 58 Cent pro Aktie ausgegangen. Seagate hatte in den letzten Quartalen unter anderem von der gestiegenen Nachfrage nach PCs (und hier insbesondere Notebooks), aber auch nach Videospielen und digitalen Videorekordern profitiert.