Erfolgreich mit dem New Style of Business: Präsentiert von HPE und Intel

Software Defined Infrastructure

SDI wird zum Schlüsselfaktor moderner IT-Architekturen

11.06.2016
SDI wird zum dominierenden Betriebskonzept im Rechenzentrum. Eine aktuelle Studie von IDC deckt auf, dass mehr als ein Drittel der Befragten mit SDI auch auf Kosteneinsparungen zielen. Obwohl die Anwender den Mangel an ausgereiften Lösungen beklagen, nimmt der Einsatz von SDI stetig zu.

Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass schon in fünf Jahren bei drei Viertel der 2000 weltweit größten Unternehmen SDDC-Technologien (Software Defined Data Center) im Einsatz sein werden. IDC hat mit der aktuellen Studie "Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016" die Motive und Ziele für den Einsatz von SDI in deutschen Unternehmen näher ergründet. Neben der die Flexibilisierung der IT-Landschaften erwarten sie sich eine ganze Reihe weiterer Vorteile von SDI. Fazit der IDC-Analysten: Die Transformation der Rechenzentren ist in vollem Gange.

Dabei steht die Agilität und Flexibilisierung der IT-Infrastruktur bei vielen Untenehmen ganz oben auf der Agenda. Sie wissen, dass sie mit den historisch gewachsenen, starren IT-Ressourcen die Anforderungen der digitalen Transformation nicht werden umsetzen können. Immer mehr Geschäftsprozesse mit Kunden, Zulieferern und Partnern erfolgen online und in Echtzeit. Die IT muss dafür skalierbare und agile Ressourcen für Cloud- und Web-basierte Services sowie native Cloud-Workloads bereitstellen.

Nach der Definition von IDC handelt es sich bei Software Defined Infrastructure (SDI) um ein Konzept für den Aufbau und automatisierten Betrieb von offenen und elastischen IT-Infrastrukturumgebungen mit folgenden Merkmalen: Virtualisierte Workloads können mittels Software-Steuerung automatisiert und unabhängig von der darunterliegenden Infrastruktur (Server, Storage, Netzwerk) konfiguriert, bezogen, migriert, skaliert und repliziert werden.

IT-Verantwortliche, Auswahl der drei wichtigsten Kriterien
IT-Verantwortliche, Auswahl der drei wichtigsten Kriterien
Foto: IDC

Auf der anderen Seite muss die gewachsene Infrastruktur mit den vorhandenen konventionellen Systemen und Anwendungen im Backend wie Datenbanken, Transaction- und Batch Processing weiter unterstützt und modernisiert werden. SDI könnte hier die Brücke schlagen zwischen der internen (physischen und virtualisierten) IT-Umgebung und externen Hosted oder Public Cloud Services. "Es überrascht nicht, dass Cloud Computing nach Einschätzung von 50 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die wichtigste Herausforderung im Rechenzentrum in den kommenden 12 Monaten ist" schreiben die IDC-Analysten.

Geschäftskritische Anwendungen rücken in den Fokus

Darüber hinaus planen 40 Prozent der Unternehmen SDI in den nächsten zwei Jahren für geschäftskritische Anwendungen wie ERP, CRM und branchenspezifische Anwendungen einzusetzen, die besonders hohe Anforderungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Servicequalität stellen.

Laut der Studie unterstützen bereits 40 Prozent der befragten Unternehmen ihre Cloud-Strategie mit SDI. 25 Prozent nutzen SDI sogar schon für Produktivsysteme. Darüber hinaus planen 40 Prozent der Unternehmen SDI in den nächsten zwei Jahren für geschäftskritische Anwendungen wie ERP, CRM oder branchenspezifische Anwendungen einzusetzen, die besonders hohe Anforderungen im Hinblick auf Servicequalität. Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit stellen.

"Obwohl sich SDI noch in einer frühen Phase befindet, sind Firmen und Organisationen bereit, geschäftskritische Anwendungen auf ihr laufen zu lassen", kommentieren die Studienautoren. Um diese vergleichsweise hohen Zahlen ins richtige Bild zu rücken, muss man allerdings berücksichtigen, dass IDC nur solche Firmen in die Studie aufgenommen hat, die sich bereits mit Software Definierten Architekturen auseinandergesetzt haben und damit zu den SDI-Vorreitern gehören. Für die Studie wurden im März 2016 IT-Entscheider aus 252 deutschen Unternehmen zu ihren Einschätzungen und Umsetzungspläne von Software Defined Infrastructure (SDI) befragt.

Von SDI erwarten sich die Befragten sowohl Verbesserungen den IT-Betrieb als auch für das Business. Aus Businessperspektive geht es darum, die operativen Kosten zu senken (35 Prozent). Hier soll SDI insofern einen Beitrag leisten, als eine effizientere und moderne IT per se billiger zu betreiben als die wartungsintensiven gewachsenen IT-Landschaften. Eine offene IT senkt den Gesamtaufwand für Businessprozesse, weil diese flexibler und schneller in der IT abgebildet und angepasst werden können.

Operative Kosten senken mit SDI

Auch das zentrale Paradigma Cloud Computing als Architekturansatz im Rechenzentrum und als Delivery- und Bezugsmodell von IT in Form von Services profitiert erheblich von einer flexiblen und offenen Infrastruktur. "Aus diesem Grund wird SDI künftig ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Entwicklung und der Unterstützung digitaler Geschäftsmodelle sein", schreiben die IDC-Analysten. Es gäbe deshalb gute Gründe für Anwenderunternehmen, sich mit SDI zu beschäftigen, um so Geschäftsprozesse kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Aus Sicht des IT-Betriebs erwarten sich die SDI-Nutzer Vereinfachungen bei der Wartung (35 Prozent), leichter planbare Performance, besseres Security Management sowie eine Entlastung der IT-Mitarbeiter.

Trotz der generellen Affinität zu SDI können die Studienteilnehmer die Hindernisse, die vor ihnen liegen, klar benennen: Bei 38 Prozent sind es fehlende Budgets, für 34 Prozent ist es die die hohe Komplexität, die dem Einstieg in SDI im Wege stehen. Zudem sind SDI und deren einzelne Elemente und Komponenten vielfach noch im Entwicklungsstadium, Technologie- und Marktreife sind unterschiedlich weit fortgeschritten und Ökosysteme bilden sich erst langsam heraus.

Laut einer Studie des Chip-Herstellers Intel in Zusammenarbeit mit dem Virtualisierungsspezialisten HyTrust bemängeln 44 Prozent der Teilnehmer das Fehlen geeigneter Lösungen beziehungsweise den mangelnden Reifegrad der bisher am Markt erhältlichen Systeme. Sie erwarten von den Anbietern noch erhebliche Verbesserungen. Dennoch glauben fast zwei Drittel der für die Studie befragten US-amerikanischen und britischen Top-Manager, dass sich der Einzug von SDI in die Rechenzentren noch in diesem Jahr beschleunigen werde.

Anders formuliert: Obwohl die IT-Verantwortlichen sowohl den Mangel an ausgereiften und praxiserprobten Lösungen als auch die mit der Komplexität verbundenen Probleme von SDI klar erkennen, sind sie dennoch bereit, vermehrt in Software Definierte Architekturen zu investieren. Unter dem Druck der digitalen Transformation erweisen sich die Vorteile von SDI offenbar als so überzeugend, dass die Unternehmen trotz aller Hindernisse und Vorbehalte darauf nicht verzichten wollen.

"Viele Unternehmen arbeiten an der Modernisierung ihres Rechenzentrums, um die digitale Transformation zu unterstützen oder zu verbessern" sagt Matthias Zacher, Senior Consultant und Projektleiter bei IDC. SDI sei dabei ein interessanter Lösungsansatz, der Unternehmen in die Lage versetze, mittels der Entkopplung von Hardware und Software IT als Service effizient, schnell und mit hoher Agilität bereitzustellen. "SDI wird somit zum Schlüsselfaktor und Kernelement moderner IT-Infrastrukturen."