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Scott McNealy wollte mit Carleton Fiorina anbandeln

24.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kühle Blonde hatte dem Chef vom Sun Microsystems die kalte Schulter gezeigt. Was ihn auszeichnet, ist die Tatsache, dass er jetzt offen darüber geredet hat, wie er einen Korb bekam.

Lang, lang sei es her, dass er versucht habe, die ehemalige Chefin von Hewlett-Packard (HP), Carleton Fiorina, zu überreden, mit Sun Microsystems eine Partnerschaft einzugehen. Das "Wall Street Journal" zitiert den Sun-Chef mit den Worten, gemeinsam mit HP habe Sun Front machen wollen gegen IBM und deren Dienstleistungs-Mannschaft Global Services. Fiorina habe aber abgelehnt.

McNealy hat sich aber offensichtlich nicht von seiner Idee abbringen lassen. Nachdem Fiorina als HP-Chefin entlassen worden ist, versucht der Sun-Mann, ihren Nachfolger im Amt des Chief Executive Officers (CEO), Mark Hurd, zu einer Kooperation zu überreden.

HP habe herausragende Ressourcen in punkto Systemintegration, also der Installation komplexer Hard- und Softwaretopologien. Sun sei stark daran interessiert, HP als Systemintegrations-Partner an seiner Seite zu wissen. Man darf gespannt sein, ob der ehemalige NCR-Mann Hurd mehr Interesse an einer Kooperation auf dem Dienstleistungssektor mit Sun hat. (jm)