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SCO verlässt deutschen Linux-Verband

22.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der deutsche Ableger der SCO Group ist aus dem Live Linux-Verband ausgetreten. Wie der Geschäftsführer der SCO Group GmbH, Hans Bayer, mitteilte hat das Softwarehaus gestern ein entsprechendes Schreiben gesendet. Vorausgegangen war ein Brief des Linux-Verbandes. Darin fordert er SCO auf, Beweise für die Behauptung vorzulegen, Open-Source-Entwickler hätten Teile des patentrechtlich geschützten Unix-Codes in den Linux-Quellcode übernommen. Erst vor wenigen Tagen warnte SCO Linux-Großanwender vor einem Einsatz der Software und wies auf mögliche Rechtsverstöße hin. Mitglieder des Linux-Verbandes zeigten sich daraufhin massiv verärgert und verlangten den Ausschluss SCOs. Im März verklagte SCO den IT-Konzern IBM auf eine Milliarde Dollar Schadensersatz. IBM habe widerrechtlich Unix-Code an die Open-Source-Gemeinde weitergegeben, so der Vorwurf. (wh)