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SCO nimmt Supercomputer ins Visier

22.03.2004

Die SCO Group will von verschiedenen Betreibern von Supercomputern Lizenzgebühren für deren Linux-Nutzung eintreiben. So haben unter anderen das Lawrence Livermore National Laboratory und das National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) Schreiben von SCO erhalten, in denen die Verantwortlichen aufgefordert werden, die verwendeten Linux-Betriebsysteme bei SCO zu lizenzieren. Gregory Pettit, SCOs Regional Director für Lizenzangelegenheiten fordert beispielsweise ein Treffen mit NERSC-Direktor Horst Simon. Dort könne man die verschiedenen Alternativen diskutieren. Sollten die angeschriebenen Firmen jedoch nicht auf das Verhandlungsangebot eingehen, würden rechtliche Schritte eingeleitet. Jon Basher, Sprecher des NERSC, wollte die SCO-Initiative bislang nicht kommentieren. Man habe die Angelegenheit den Firmenanwälten

übergeben. SCO sieht im Supercomputing-Segment offenbar ein lohnendes Ziel für seine Linux-Forderungen. Die Systeme bestehen oft aus umfangreichen Cluster-Anlagen, die auf Linux basieren. Nach Ansicht der SCO-Verantwortlichen sei in das Open-Source-System urheberrechtlich geschützter Code eingeflossen. Daher hätten alle Linux-Nutzer Linzenzgebühren an SCO zu zahlen, so die Argumentation des SCO-Managements. Firmen wie IBM und Novell bestreiten dies. In den nächsten Monaten sollen die strittigen Fragen durch verschiedene Gerichtsverfahren geklärt werden. (ba)