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SCO droht Ausschluss von der Nasdaq

18.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SCO Group wird möglicherweise bereits am Freitag nächster Woche vom Kurszettel der US-Technologiebörse Nasdaq verschwinden. Wie die Unix-Company mitteilte, droht die Nasdaq mit einem Rauswurf, weil SCO den Bericht für das Ende Oktober 2004 abgelaufene Geschäftsjahr 2003/4 nicht fristgerecht bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Wegen Problemen bei der Verbuchung von Aktienoptionen hatte das Unternehmen aus Linton, Utah, bereits eine Verlängerung der Abgabefrist um 14 Tage bis Ende Januar beantragt. Dennoch steht der Geschäftsbericht bislang aus.

SCO ist derzeit im Gespräch, weil die Company Urheberrechte am Linux-Code geltend macht und eine Reihe von Unternehmen, darunter IBM und Novell, auf milliardenschwere Entschädigung verklagte.

Das drohende Delisting will SCO nun im Rahmen einer Anhörung abwehren. Bis es zu einer Entscheidung kommt, wird dem Börsenkürzel "SCOX" an der Nasdaq ab heute ein "E" angehängt, um Anleger auf die Fristversäumnis hinzuweisen. (mb)