Am 16. Juli

Schwedisches Gericht erörtert Haftbefehl gegen Julian Assange

04.07.2014
Ein schwedisches Gericht hat für den 16. Juli zu einer Anhörung über eine mögliche Aufhebung des Haftbefehls gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange geladen.

Damit bestätigten Vertreter des Stockholmer Gerichts am Freitag einen Bericht der Tageszeitung "Expressen". Zuvor hatten die schwedischen Anwälte Assanges die Aufhebung des schwedischen Haftbefehls aus dem November 2010 gefordert. Die Schweden wollen Assange, der seit zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, zu Vorwürfen sexueller Vergehen an zwei Frauen im August 2010 befragen.

Julian Assange (in Norwegen 2010)
Julian Assange (in Norwegen 2010)
Foto: Espen Moe

Der Australier bestreitet die Vorwürfe. Seine Anwälte werfen den schwedischen Behörden vor, den Fall nicht schnell genug bearbeitet zu haben. Der Wikileaks-Gründer war unter anderem auch in die Botschaft Ecuadors geflüchtet, weil er sowohl in Großbritannien wie auch in Schweden eine Auslieferung an die USA fürchtet. Die schwedische Staatsanwaltschaft lehnt eine Befragung in der Botschaft Ecuadors in London ab. (dpa/tc)