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Schwedens Carrier-Geschäft drängt Telia in die roten Zahlen

11.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das schwedische TK-Unternehmen Telia verbuchte im vierten Quartal 2001 einen Nettoverlust von 62 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Reingewinn in Höhe von 801,7 Millionen Euro ausgewiesen. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank der Gewinn im Vorjahr von 410,1 Millionen auf 338,7 Millionen Euro im aktuellen Berichtszeitraum. Finanzanalysten hatten laut Nachrichtenagentur "SME Direkt" im Durchschnitt mit einem Plus von 412 Millionen Euro gerechnet. Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um drei Prozent auf 1,62 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr meldet der schwedische TK-Konzern einen Reingewinn von 202,3 Millionen Euro bei Einnahmen von 6,19 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte Telia noch einen Nettoprofit von 1,11 Milliarden Euro erzielt, der Umsatz betrug damals 5,84 Milliarden Euro.

Der Stockholmer TK-Konzern bezeichnete das aktuelle Ergebnis als enttäuschend und warnte aufgrund der schwachen Wirtschaftslage vor weiteren Dämpfern. Probleme bereitet den Schweden vor allem das Carrier-Geschäft: So nahm Telia im letzten Vierteljahr für diesen Bereich eine Wertabschreibung in Höhe von 337,8 Millionen Euro vor und weist hier für das Gesamtjahr einen Verlust von 168,8 Millionen Euro aus. Telias CEO Marianne Nivert erklärte, der Eintritt neuer Konkurrenten und Verzögerungen bei der Erweiterung des Angebots an Breitbanddiensten hätten Überkapazitäten geschaffen und die Preise gedrückt. In diesem Jahr erwartet Telia insgesamt nur einen geringfügigen Umsatzanstieg. (mb)