Banken-Studie
Schwachstelle Datenmanagement

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In den letzten beiden Jahren gab es einschneidende Veränderungen im Finanzsektor wie steigende Kosten, zahlreiche Regulierungen und höhere Erwartungen der Kunden. Vor diesem Hintergrund brauchen Banken ein effektives Datenmanagement, basierend auf neuesten Technologien und Systemen, das sich den veränderten Marktbedingungen flexibel anpasst.
Doch in der Realität ist davon kaum etwas zu spüren. Die auf die Finanzdienstleitungsindustrie spezialisierte Unternehmensberatung Capco hat im Rahmen einer europaweiten Studie Bankhäuser zu ihrem Umgang mit Daten befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Über die Hälfte kennt die Kosten, die für internes Datenmanagement anfallen, nicht. Rund ein Drittel hat darüber hinaus keine Vorstellung, welche Kosten sich durch professionelles Datenmanagement reduzieren lassen.
"Durch professionell organisiertes Datenmanagement lassen sich operative Kosten in Höhe von 15 bis 20 Prozent einsparen" erläutert Bernd Richter, Partner bei Capco. "Die meisten Banken haben organisch gewachsene IT-Strukturen, die nur schwer durchschaubar sind. Neben dem Reporting treten auch im Vertrieb bei der Beschaffung von Daten oftmals Probleme auf, die sich negativ auf die Gesamtperformance des Finanzinstituts auswirken. Hier gilt es zu konsolidieren und zu zentralisieren."
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede beim professionellen Umgang mit Daten zwischen den einzelnen Bankhäusern: 53 Prozent verfügen bereits über formale Richtlinien und Data Governance Strukturen. Bei jeder vierten Bank gibt es allerdings kein transparentes Datenmodell und auch keine festen Zuständigkeiten, was die Verfügbarkeit erschwert.
Künftig, so Richter, werde der Erfolg von Banken davon abhängen, wie gut sie ihre Daten im Griff haben. Hier spielen Verfügbarkeit, Kontrolle und Effizienz eine große Rolle. Dafür sind teilweise umfangreiche Umstrukturierungen nötig, die die Wettbewerbsfähigkeit allerdings deutlich verbessern.
