Schwacher Absatz: Motorola prüft Abspaltung der Handy-Sparte

01.02.2008
Motorola denkt über die Ausgliederung seiner Mobilfunksparte nach. Grund für die Überlegungen sind massive Absatzeinbrüche im vergangenen Jahr, zudem fordern Investoren eine Abspaltung der Handy-Produktion. Marktexperten zufolge sei denkbar, dass Motorola noch 2008 die weltweiten GSM-Märkte verlässt und sich auf CDMA-Handys konzentriert.

Es hatte sich bereits angedeutet. Nachdem Motorola im vergangenen Jahr mit einem erheblichen Absatzrückgang im Mobilfunkgeschäft zu kämpfen hatte und allein im 4. Quartal rund 38 Prozent weniger durch den Verkauf von Handys einnahm, als noch ein Jahr zuvor (mehr lesen), deutet sich ein grundlegender Wandel in der Unternehmensstruktur an. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, prüfe er Maßnahmen, um verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen, eine Möglichkeit sei die Abspaltung der Mobilfunksparte. Nähere Informationen wollte Motorola nicht mitteilen.

Grund für die Überlegungen könnten auch Forderungen des US-Milliadärs Carl Icahn sein, der mit mehreren Prozent an Motorola beteiligt ist und in der Vergangenheit mehrfach eine Aufspaltung des Konzerns verlangte. Der seit Anfang des Jahres amtierende Vorstandschef Greg Brown, der bereits Ende November 2007 als offizieller Nachfolger von Edward Zander vorgestellt wurde, möchte die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens mit einem Sparprogramm verbessern. Dies habe im 4. Quartal allerdings zu finanziellen Mehrbelastungen geführt. Nach Ansicht von Greg Brown begründet sich der starke Absatzeinbruch von Handys in der schwachen Produktpalette des Herstellers, die nicht alle Zielgruppen abdeckt.

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