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Schwache Jahresbilanz für US-Tech-Aktien

02.01.2006
Die Nasdaq schließt 2005 nur mit einem mageren Zuwachs ab.

Die amerikanischen Technologie-Aktien haben ein schwaches Jahr 2005 hinter sich. Gerade einmal um 1,4 Prozent konnte sich der Technologie-Index Nasdaq steigern. Im Jahr 2004 war noch ein Anstieg um rund zehn Prozent verzeichnet worden. Die einstige Boom-Branche hat sich endgültig in einen gereiften Industriesektor verwandelt.

Geprägt wurde die Jahresbilanz von den Ausreißern, die sich weit über beziehungsweise unter Plan entwickelt haben. Zu letzteren zählt sicherlich Dell, denn die Aktie des Computerbauers verlor auf Jahressicht knapp 30 Prozent an Wert. Hohe Vorgaben der Wallstreet und durchwachsene Verkaufszahlen im Heimatmarkt hatten das Papier im Spätsommer abstürzen lassen. Zu den anderen Verlierern zählten Mercury Interactive, Verisign und Symantec, deren Marktkapitalisierung jeweils um über 30 Prozent nachgegeben hat.

Gewinner der Börsenjahres war Google, weil sich der Kurs von 193 Dollar auf über 400 Dollar mehr als verdoppelte. Gleiches gelang auch Apple sowie dem Speicherspezialisten Sandisk. Während Apple mit seinen Musikspielern der "iPod"-Familie punkten konnte, profitierte Sandisk von der hohen Nachfrage nach Datenspeichern etwa für Kameras und MP3-Player.

Der Dow-Jones-Index der Schwergewichte schrumpfte 2005 um knapp ein Prozent. Hier zählte das Papier von Hewlett-Packard (HP) mit einem Zuwachs von zirka 36 Prozent zu den Siegern. Nach der Trennung von Carleton Fiorina und der Berufung des neuen CEO Mark Hurd hatte die Aktie stark zugelegt. Auf der Verliererseite im Dow findet sich IBM mit einem Abschlag von 16 Prozent. (ajf)