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Schutz der Privatsphäre: US-Firmen sind skeptisch

17.03.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die amerikanische Regierung will sich mit Vertretern der Europäischen Union zusammensetzen, um neue Regelungen zum Schutz der Privatsphäre im Internet zu erarbeiten. US-Companies stehen dieser Zusammenarbeit kritisch gegenüber, berichtet die "Washington Post". America Online (AOL), Disney und andere Unternehmen forderten unter anderem genauere Angaben über zusätzliche Kosten sowie darüber, ob der Kompromiß, der in den nächsten Tagen ausgearbeitet werden soll, ein Modell für eine neue Gesetzgebung in den USA sein könnte. Erst dann würden sie neue Weisungen zum Schutz der Privatsphäre unterstützen. In der EU ist der Datenaustausch mit Ländern untersagt, in denen Kundendaten nur unzureichend geschützt sind (CW-Infonet berichtete). Zu diesen Ländern zählen auch die USA. Die Vereinigten Staaten glauben nämlich an die "selbstregulierenden Kräfte der Industrie", die gesetzliche Regelungen des Datenschutzes unnötig machen. Nach ihrer Auffassung sind die EU-Richtlinien zu umständlich und kostspielig.