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Schottische Polizei steigt wieder auf Microsoft um

12.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Central Scotland Police, einer der in Großbritannien meist beachteten Anwender von Open-Source-Software, hat mit Microsoft einen Dreijahresvertrag abgeschlossen und migriert auf Windows Server, Windows XP und Office.

Seit dem Jahr 2000 hatte die schottische Polizei Linux und die Bürosuite "StarOffice" von Sun Microsystems im Einsatz. Sie gehörte zu den Pilotanwendern, auf Basis von deren Erfahrungen das britische Office of Government Commerce im Oktober 2004 seine Erlaubnis für die Verwendung von Open Source auf Servern und Desktops ausgeprochen hatte.

Central Scotland Police hatte zunächst auf StarOffice umgestellt und dann Linux für eine Kommadozentrale in Falkirk genutzt. Zusammen mit IBM führte die Behörde danach ein Server-basierendes Dokumenten-Management-System ein und nannte dafür Einsparungen zwischen 20.000 und 30.000 Pfund jährlich bei den Hardwarekosten.

Von dem jetzt angekündigten Umstieg auf die Microsoft-Plattform erwartet sich die schottische Polizei 30 Prozent geringere Wartungskosten und 25 Prozent Zeiteinsparungen für seine IT-Mitarbeiter - letztere unter anderem durch die Möglichkeit, dass die Beamten auf viele Anwendungen künftig remote zugreifen können.

"Auch wenn eine Open-Source-Lösung in der Vergangenheit unseren Ansprüchen genügt hat, wurde sie mit der Zeit immer schwieriger zu warten", erklärte David Sterling, Head of ICT der Central Scotland Police. "Da wir zunehmend mit anderen Polizei- und sonstigen Behörden zusammenarbeiten, wird eine ähnliche Infrastruktur wichtiger." Die Implementierung der Microsoft-Produkte hat bereits begonnen. Allerdings wird quelloffene Software in bestimmten Bereichen auch weiterhin genutzt. (tc)