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Schnelles Backup für "South Park"

03.01.2006
Die Macher der Zeichentrickfilme wollen Ende Janur ihr SAN fertiggestellt haben.

Um ihren wachsenden Speicherbedarf in den Griff zu bekommen, erneuern die Produzenten der wöchentlich gesendeten TV-Trickfilmserie "South Park" ihr Backup-System. Von einem Direct Attached Storage und einer DLT- Bandbibliothek (Digital Linear Tape) wollen sie auf ein Storage Area Network (SAN) wechseln, das mit einer deutlich schnelleren Library- und Disk-Umgebung arbeitet.

Eigenen Angaben zufolge benötigten die Techniker der in Los Angeles gelegenen South-Park-Studios bislang für das Backup einer Folge einen vollen Tag oder mehr. Diese Zeit hoffen sie, mit dem neuen System um 75 Prozent verkürzen zu können. Künftig sei es deshalb möglich, vier inkrementelle Backups pro Tag zu fahren und einmal wöchentlich - statt wie bisher einmal im Monat - den gesamten Datenbestand zu aktualisieren.

Die neue Bandbibliothek nutzt das LTO-2-Format (Linerar Tape Open) und stammt von Exabyte Corp. aus Boulder, Colorado. Sie wurde bereits im Mai vergangenen Jahres installiert - wie auch die drei RAID-Server des Typs "Xserve" von Apple Computer Inc. Wie J.J. Franzen, seines Zeichens Technology Supervisor der South-Park-Studios, bekennt, hat er sich "aus dem Bauch heraus" für die Hardware der Kult-Company aus Cupertino, Kalifornien, entschieden. Der Lieferant der neuen Backup-Software "Time Navigator" ist Atempo Inc. aus Palo Alto, Kalifornien. Die Software biete mehr Funktionen und sei weniger "zänkisch" als der bis dato genutzte "Legato Networker" von IBM, so Franzen. Im Laufe dieses Monats soll das SAN vollständig implementiert sein. (qua)