Storage-Portfolio mit Solid-State-Flash-Technologie

Schnellere IBM-Server

28.05.2009 | von 
Klaus Manhart
Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
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IBM hat neue Solid-State-Speichertechnologie-Angebote quer über ihre Server- und Speicherplattformen vorgestellt. Zusammen mit intelligenter Datenmanagement-Software sollen damit Antwortzeiten dramatisch verbessert werden.
IBMs neue SSD-Speichereinheiten gibt es für alle Server der Power6-Familie - von Blades bis zu Enterprise-Systemen.
IBMs neue SSD-Speichereinheiten gibt es für alle Server der Power6-Familie - von Blades bis zu Enterprise-Systemen.
Foto: IBM

Mit IBMs neuen Solid-State-Laufwerken (SSDs) sollen die Abfrage-Antwortzeiten von Servern deutlich kleiner ausfallen und gleichzeitig Kosten und Energieverbrauch gesenkt werden. So haben Testversuche der IBM ergeben, das die neuen Lösungen die Leistung um bis zu 800 Prozent verbessern können. Gleichzeitig kann der Platzbedarf, der für Speichertechnik benötigt wird, um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Auch andere Hersteller nutzen diese Vorteile von SSDs.

Doch nicht nur die Werte für Geschwindigkeit und Platzbedarf bessern sich. SSDs reduzieren auch den Stromverbrauch. Die Energieeinsparpotentiale liegen bei bis zu 90 Prozent gegenüber bisherigen Lösungen. Zum Energiesparpotential von SSDs erfahren Sie mehr in diesem CW-Beitrag.

Höherer Datendurchsatz

Die Vorteile von SSDs sind konstruktionsbedingt. Solid-State-Laufwerke verwenden Flash-Technologie, die derjenigen ähnelt, die in MP3-Spielern eingesetzt wird, allerdings in wesentlich größerem und technisch fortgeschrittenerem Maßstab. Da Flash-Technologie keine sich bewegenden Teile oder drehende Platten benützt im Vergleich zu bisherigen, traditionellen Speichertechnologien, schaffen die Systeme wesentlich höhere Durchsätze: SSDs können bis zu 20.000 Datentransfers pro Sekunde durchführen im Vergleich zum Durchsatz einer Festplatte (HDD) von circa 200 Datentransfers pro Sekunde. IBM setzt dabei auf einen business-orientierten und integralen Ansatz zum Einsatz von Flash-Technologie, der die IBM Expertise bei Hardware, Software und in der Forschung zusammenbringt.

Die Solid-State-Einführung umfasst auch eine Suite von neuen Software-Werkzeugen, mit denen Kunden Daten auf SSDs migrieren, überwachen und dynamisch ablegen können. Intelligente Datenspeicherung mit IBM DFSMS (Data Facility Storage Management Subsystem) wird dabei in IBM System z-Mainframe- und DS8000-Umgebungen möglich.

SSDs in hybriden Umgebungen

Bei der Power-Plattform stellt IBM SSD Data Balancer-Software-Tools bereit, die es einem Systemadministrator ermöglichen, die am häufigsten abgefragten Daten auf SSDs abzulegen, während seltener benötigte Daten auf traditionellen Festplatten abgelegt werden. Dieser Ansatz berücksichtigt, dass die meisten Anwender hybride Umgebungen betreiben, in denen SSDs und traditionelle Platten zum Einsatz kommen.

Diese Fähigkeiten sind von enormer Wichtigkeit für Branchen mit hohem Informationsbedarf und ermöglichen beispielsweise eine schnellere Kreditprüfung, Echtzeit-Finanzanalyse und verbesserte Betrugsversuchsaufdeckung mit einer deutlich verbesserten Leistung um bis zu 800 Prozent mit der DB2-Datenbank-Software.

Die neuen SSD-Speichereinheiten gibt es für alle Server der Power6-Familie, von Blades bis hinauf zu den Enterprise-Systemen. Auch für die x86-Server der System-x-Familie gibt es neue SSDs. Hier stehen 50 Gigabyte SSD-SATA-Drives als 2,5- oder 3,5-Zoll-Drives zur Verfügung. Diese Drives unterstützen Windows, Linux und VMwares ESX-Server.